Emittenten-Pleite
Hamburger Sparkasse plant Kulanzregelung bei Lehman-Opfern

Die Hamburger Sparkasse will Käufern von Lehman-Papieren entgegenkommen und mögliche Beratungsfehler „in Ordnung bringen". Jeder einzelne Fall der insgesamt 3 700 betroffenen Kunden soll hierzu geprüft werden.

HB HAMBURG. Die Hamburger Sparkasse (Haspa) will Kunden entgegenkommen, die wegen eines Beratungsfehlers Verluste mit Lehman-Zertifikaten erlitten haben. "Wir werden diesbezüglich jeden Einzelfall prüfen. Und sollten wir feststellen, dass auf das Emittentenrisiko nicht in dem erforderlichen Maß hingewiesen wurde oder ein anderer Beratungsfehler vorliegt, dann werden wir das in Ordnung bringen", sagte Haspa-Vorstandssprecher Harald Vogelsang dem "Hamburger Abendblatt".

Die genaue Zahl der Lehman-Geschädigten bei der Haspa bezifferte Vogelsang auf 3 700. Nach seinen Worten zählt auch die Haspa zu den Lehman-Geschädigten. "Die Haspa selbst hat Lehman-Anleihen im Wert von 1,3 Millionen Euro - auch das Geld ist leider verloren."

Wegen der Krise auf den Finanzmärkten geht Vogelsang von einem Gewinnrückgang für das laufende Jahr aus. "Unser Jahresüberschuss 2008 wird infolge der Finanzmarktkrise unter dem Vorjahreswert von 102 Millionen Euro liegen. Nach dem heutigen Stand schließe ich aber einen Verlust für das laufende Jahr aus."

Die Dresdner Bank muss nach einem Gerichtsurteil einem Kunden mehr als 21 000 Euro wegen des Verkaufs eines Lehman-Zertifikats zahlen. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg diese Woche mitgeteilt hatte, wichen bei dem Zertifikat der Kundenprospekt und der offizielle Emissionsprospekt voneinander ab.

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