Energiekick
Wie Anleger von steigenden Ölpreisen profitieren

Teures Benzin, hohe Heizkosten? Was Autofahrer und Mieter zur Verzweiflung treibt, erfreut die Anleger. Wie Sie bei steigenden Öl- und Gaspreisen mitverdienen.
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BonnStarke Konjunkturdaten aus China haben den Ölpreis am Dienstag verteuert. Ein Fass Öl der Sorte Brent kostet knapp 120 US-Dollar. So lange die chinesische Wirtschaft weiter wächst, dürfte die Nachfrage nach dem Rohstoff groß bleiben. Gleichzeitig bleibt das Angebot knapp.

„Durch den Ausfall der Produktion in Libyen fehlen dem Ölmarkt seit März täglich mehr als eine Millionen Fass Öl, das ist einer der zehn größten Angebotsausfälle aller Zeiten. Gleichzeitig befindet sich die Ölnachfrage auf Rekordniveau“, sagt Gerd-Henning Beck, Rohstoffexperte bei der Fondsgesellschaft Lupus Alpha. Eine starke Nachfrage trifft am Ölmarkt also auf ein eingeschränktes Angebot, so dass die Lagerbestände weltweit schnell abgebaut werden.

„Weil ein Ende der Krise im Nahen Osten noch nicht abzusehen ist, könnte eine Stabilisierung oder ein Rückgang des Ölpreises nur von der Nachfrageseite ausgehen. Doch aus globaler Sicht lässt sich noch keine Eintrübung der Nachfrage erkennen“, so Beck. Im Gegenteil: Für das Gesamtjahr 2011 wird ein Anstieg der Nachfrage um mehr als 1,5 Millionen Fass täglich gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,7 Prozent.

Deshalb ist von einem wieder steigenden Ölpreis auszugehen – auch vor einem anderen Hintergrund: Denn ein Preistreiber für Öl ist der schwache US-Dollar. Je weniger Vertrauen internationale Anleger in den Dollar haben, desto mehr verliert die Weltleitwährung an Wert. Das wiederum hat eine direkte Auswirkung auf den Ölpreis. „Denn ein schwacher US-Dollar bedeutet oft einen steigenden Ölpreis – und umgekehrt", sagt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank.

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