Erdgas-Longzertifikat
Wette gegen Großspekulanten

Die Erdgaspreise machen derzeit viele Hedge-Fonds nervös. Anleger, die genau um die Risiken wissen, können – wenn sie mutig sind – gegen Markttrends wetten.

2006 verzockte der US-Hedge-Fonds Amaranth 6,6 Milliarden Dollar mit Fehlspekulationen auf die Preisentwicklung von Erdgas. Amaranth wettete damals auf steigende Preise und ging baden. In den vergangenen Wochen haben Spekulanten an der New Yorker Terminbörse Nymex ihre Wetten auf fallende Erdgasnotierungen extrem ausgeweitet. Doch der Preis entwickelte sich bisher nicht in die gewünschte Richtung.

Im Gegenteil. Eine Million British Thermal Units, eine Maßeinheit für Energie, kostet so viel wie zuletzt vor zwei Jahren. Entsprechend steigen dürfte die Nervosität in den Reihen einiger Hedge-Fondsmanager, wenn diese auf die sich allmählich ausweitenden Verluste ihrer Shortpositionen schauen. Gut möglich, dass der eine oder andere bald die Nerven verliert und damit beginnt, seine Positionen über den Aufbau von Gegengeschäften zu schließen. Das könnte dann rasch eine Kettenreaktion auslösen, die in einem Short-Squeeze, dem Herausdrücken der Baissiers aus dem Markt, enden würde.

Auf lange Sicht grenzt es ohnehin an Größenwahn, auf fallende Gaspreise zu setzen. Im Vergleich zu Heizöl und Rohöl ist Erdgas preiswert. Deshalb und mit Blick auf die bessere Energieeffizienz und Emissionsbilanz wird der Erdgasanteil am Energieverbrauch wachsen. Trotzdem sollten jetzt nur sehr risikobereite Anleger mit einem Erdgas-Longzertifikat gegen die Großspekulanten antreten.

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