ETF und Derivate
Bankenaufsicht plant strengere Regeln für Finanzprodukte

Die EU arbeitet an einer Neuordnung der Bankenaufsicht, doch der bisherige Koordinator der Behörden macht weiter seine Arbeit. Die EBA will strengere Vorgaben für Finanzprodukte wie etwa Differenzprodukte beschließen.
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LondonDie Europäische Bankenaufsicht (EBA) hat nach dem Manipulationsskandal beim Libor-Zinssatz und dem strittigen Verkauf von Finanzprodukten eine Verbraucherschutz-Stärkung angekündigt. Neue Regeln für Häuser-Darlehen und andere Finanzprodukte seien dringend erforderlich, sagte der EBA-Vorsitzende Andrea Enria am Mittwoch vor einem Komitee im Europäischen Parlament. Sein Haus arbeite mit Hochdruck an Änderungen. Geplant seien unter anderem wichtige Richtlinien im Bereich Hypotheken. Zudem müsse es eine abschließende Bewertung der Risiken für Konsumenten und Banken für neue Finanzprodukte geben, etwa börsennotierte Indexfonds (ETF), Differenzkontrakte und Strukturierte Produkte.

Seit Monaten ermitteln Behörden weltweit gegen Großbanken. Diesen wird vorgeworfen, zwischen 2005 und 2009 internationale Referenz-Zinssätze wie Libor und Euribor zu ihren Gunsten manipuliert zu haben, um die tatsächlichen Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Die Sätze beruhen auf den - von außen bislang kaum nachprüfbaren - Angaben der Banken zu den von ihnen zu zahlenden Zinsen am Geldmarkt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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