Express-Papiere
Produkte für den eiligen Anleger

Hohe Renditechancen, ein attraktives Sicherheitspolster und schnelle Rückzahlung – solche Produkte kommen an. Wie Anleger Express-Papiere einsetzen können und worauf sie achten müssen.
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In der Rangfolge der beliebtesten Derivatestrukturen rangieren Expresszertifikate nach den Strukturierten Anleihen und den Kapitalschutzzertifikaten an dritter Stelle. So lässt es sich zumindest der jüngsten Marktvolumenstatistik des Deutschen Derivateverbands entnehmen.

Ein wesentlicher Grund für ihre Beliebtheit sind dabei sicherlich die attraktiven, klar definierten Renditechancen, die beim meist gewählten Basiswert, dem Euro Stoxx 50, durchaus im zweistelligen Prozentbereich liegen können. „Hinzu kommt das hohe Sicherheitspolster, das es den Besitzern der Papiere ermöglicht, auch längere Schwächephasen am Aktienmarkt auszusitzen, ohne dass die ausgelobten Kupons endgültig verloren gehen oder es zu  Kursverlusten kommen muss“, erläutert Frank Haak von der WestLB. „Und last but not least schätzen Anleger und insbesondere ihre Berater auch die Tatsache, dass das investierte Kapital – zumindest wenn alles gut geht – schon nach recht überschaubarer Zeit wieder für neue Engagements zur Verfügung steht.“

So erhalten Käufer von Expresszertifikaten ihr Geld bei der Standardvariante bereits nach rund einem Jahr, bisweilen sogar nach sechs Monaten, zuzüglich einer zuvor festgelegten Prämie zurück. Einzige Bedingung: Der zugrundeliegende Basiswert muss sein Kursniveau zwischen Ausgabetag und dem ersten Bewertungsstichtag per Saldo zumindest behauptet haben.

Notiert das Basiswertes am ersten Überprüfungstag dagegen unterhalb des Startkurses, verlängert sich die Laufzeit automatisch um eine weitere Periode, bevor die beiden relevanten Werte erneut miteinander verglichen werden.

Fällt der Vergleich am zweiten Stichtag positiv aus, erhalten die Besitzer des Derivats den Nominalwert und die Prämie ausgezahlt, die nun analog zur Laufzeit allerdings mit zwei multipliziert wird. Andernfalls setzt sich das Spiel bis zur endgültigen Fälligkeit des Zertifikats in dieser Form fort. Keinesfalls kommt es somit stets zu einer schnellen Rückzahlung der investierten Mittel.

Liegt der Kurs des Underlyings auch am letzten Stichtag im negativen Bereich, sorgt zunächst ein Sicherheitspuffer dafür, dass zumindest der Emissionspreis (ohne Ausgabeaufschlag) zurückerstattet wird. Nur wenn der Basiswert am Laufzeitende unterhalb der Sicherheitsbarriere schließt, trägt der Investor die gesamten Verluste.

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