Finanzmarkt
Derivate-Zocker wetten auf Beruhigung

Derivate-Anleger scheinen mit einer weiteren Entspannung am Finanzmarkt zu rechnen. Sie setzen auf eine Abschwächung der Krisenwährung Schweizer Franken und ein Nachlassen der Kursschwankungen an den Börsen.
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FrankfurtAnleger am deutschen Derivatemarkt haben sich am Montag für eine weitere Beruhigung am Finanzmarkt positioniert. Nach den Turbulenzen in der vergangenen Woche setzten sie auf eine Abschwächung der Krisenwährung Schweizer Franken und ein Nachlassen der Kursschwankungen am europäischen Aktienmarkt. Dazu kauften sie entsprechende Optionsscheine und Zertifikate.

Unter den Hebelprodukten auf den Schweizer Franken griffen die Anleger fast durchweg zu solchen, die auf einen schwächer werdenden Schweizer Franken gegenüber dem Euro setzten. Dazu gehörten ein Optionsschein mit Basispreis bei 1,13 Franken und ein Turbo-Call mit Basispreis und Barriere bei 1,045 Franken von der Commerzbank sowie ein Turbo-Call mit Basispreis und Barriere bei 1,0671 Franken von HSBC Trinkaus.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte der Kurs des Franken gegenüber dem Euro stark zugelegt, weil die Schweizer Währung bei Anlegern in Krisenzeiten als sicherer Hafen gilt. Am Montag gab die Währung einen Teil der Gewinne ab, ein Euro kostete am Nachmittag rund 1,127 Franken. Händler begründeten den Rückgang mit anhaltenden Spekulationen über eine feste Kopplung des Franken an den Euro.

Ebenfalls gefragt war am Derivatemarkt ein Hebelzertifikat, das von einer nachlassenden Nervosität am Aktienmarkt profitiert. Das entsprechende Faktor Double Short Zertifikat auf den V-Stoxx von der Commerzbank vollzieht Verluste des V-Stoxx umgekehrt überproportional nach. Das heißt: Verliert das Volatilitätsbarometer, das die erwarteten Kursschwankungen des EuroStoxx 50 misst, an Wert, gewinnt das Zertifikat. Im Zuge der Krisenstimmung war der V-Stoxx vergangene Woche auf rund 60 Punkte gestiegen. Am Montagnachmittag notierte er bei 41 Punkten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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