Fremdwährungs-Anlagen ohne Kontoeröffnung
ABN Amro-Innovation : Zertifikate auf Fremdwährungen

Nach Aktien(-Indizes), Anleihen(-Futures) und Edelmetallen bilden die „Alleskönner der Geldanlage“ nun auch verzinste Cash-Guthaben ab.

Den zu 100 Euro emittierten Papieren wird Tag für Tag der im Interbanken-Handel gezahlte Referenz-Zinssatz (natürlich geteilt durch 365 Tage) hinzugeschlagen, bei Fremdwährungen kommt noch die Wechselkurs-Umrechnung hinzu und fertig ist das börsengehandelte Tagesgeld-Konto – denn selbstverständlich können auch die Zins-Zertifikate jederzeit direkt zum fairen Wert ge- und verkauft werden.

Im Euro sicherlich keine Alternative zum klassischen Tagesgeld-Konto

Damit entfällt zunächst der mit einer Kontoeröffnung verbundene Papierkrieg; um sich die neue Vielfalt der Zinsen zu erschließen, reicht also ein ganz gewöhnliches Wertpapierdepot. Sinn macht das freilich nur bei Fremdwährungen, im Euro-Bereich sind die Zins-Zertifikate naturgemäß nicht konkurrenzfähig. 1,93 Prozent p.a. rechnet ABN Amro derzeit an, wovon leider noch die Transaktionsspesen Ihrer Hausbank abgezogen werden müssen – beim Marktführer DiBa kassiert man aktuell auf die klassische Art und Weise immerhin 2,5 Prozent p.a. ohne irgendwelche zusätzlichen Kosten.

Übersicht der Zinszertifikate im pdf-Format

Anders sieht das schon im US-Dollar aus, wo Institute wie American Express zwar mit einem Gratis-Konto werben, dafür aber bei der Währungsumrechnung kräftig hinlangen. Hier können die Zins-Zertifikate durchaus eine lohnende Alternative sein. Das Wechselkurs-Risiko beim „Greenback“ steht momentan allerdings in keinem Verhältnis zum kümmerlichen Zinspotential von gerade einmal 0,9 Prozent p.a., weshalb ein Engagement nur für unerschütterliche Dollar-Optimisten und Hasardeure infrage kommt. Denn eins muss klar sein: Im Kern sind Zinsanlagen in fremder Währung nichts anderes als eine Wette auf einen zumindest stabilen und im Optimalfall steigenden Wechselkurs zum Euro, wobei der Kupon als Risikopuffer fungiert.

Chancen in Australien, Polen und Ungarn

Auch im Schweizer Franken, wo gerade einmal 0,1 Prozent p.a. winken, oder in der Norwegischen Krone (2,1 Prozent p.a.) tendieren wir deshalb eher zur Vorsicht. Interessanter sieht da schon Großbritannien aus. Nachdem die Bank of England jüngst die Zinswende eingeleitet hat, werden aktuell immerhin 3,2 Prozent p.a. gezahlt; gleichzeitig hat das Pfund seit Mai einen leichten Aufwärtstrend ausgebildet. Das ist auch im Australischen Dollar der Fall, weshalb die Zinschance von 4,3 Prozent p.a. durchaus nicht unattraktiv er-scheint. Die Top-Chancen für konservative Anleger liegen allerdings in Osteuropa: Mit dem EU-Beitritt Polens und Ungarns dürfte sich das Wechselkurs-Gefüge weiter stabilisieren, was vor allem Engagements im Land der Magyaren aussichtsreich erscheinen lässt – 7,3 Prozent p.a. sind momentan drin. Unter der ziemlich vorsichtigen Annahme, dass für die nächsten zwölf Monate zumindest ein Durchschnittskupon von 6,5 Prozent p.a. erreicht wird, fiele also selbst dann kein Verlust an, wenn der Euro auf über 280 Forint steigen würde (was gleichbedeutend mit einem neuen Allzeit-Hoch wäre).

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