Geldanlage In diese Aktien können Sie unmöglich investieren

Eine der größten Volkswirtschaften der Welt öffnet den eigenen Aktienmarkt für ausländische Anleger. Nur kaufen können Anleger die Papiere trotzdem nicht – es sei denn, sie bedienen sich ein paar Tricks.
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In Riad baut der Kunststoffkonzern Sabic dieses Innovationszentrum (Entwurfsskizze). Quelle: PR
Innovationszentrum

In Riad baut der Kunststoffkonzern Sabic dieses Innovationszentrum (Entwurfsskizze).

(Foto: PR)

DüsseldorfGigantische Bauvorhaben in der Wüste, eine riesige Öl-Industrie und die politische Vormachtsstellung auf der Arabischen Halbinsel: Es gibt viele Gründe, um Saudi-Arabien als lohnendes Investmentziel zu sehen – wenn die Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen in dem Land nicht stört. Deutsche Politiker machen dem Land regelmäßig Aufwartungen, um Exporte in das Land zu fördern und die Wirtschaftsbeziehungen zu verbessern.

In dieser Woche machte Saudi-Arabien dann Schlagzeilen, da es den eigenen Aktienmarkt für ausländische Investoren geöffnet hat. Der Leitindex der Börse des Landes, der Tadawul, enthält 170 Werte und liegt seit Jahresbeginn über elf Prozent im Plus.

Im Index sind global wichtige Konzerne wie etwa der Chemiekonzern Sabic mit einem Jahresumsatz von umgerechnet an die 40 Milliarden Euro gelistet. Der Konzern ist unter anderem ein Rivale des Weltmarktführers BASF und hat besten Zugang zu günstigem Öl.

Doch ein Rundruf bei den größten deutschen Direktbanken macht schnell klar: In eine saudi-arabische Aktie zu investieren, ist ein Ding der Unmöglichkeit für Privatanleger. Nicht einmal Kursinformation bieten ING-Diba, Comdirect, Consorsbank und Co. an.

Zum einen erfolgt die Öffnung des Marktes schrittweise und zunächst sind nur professionelle Investoren mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet 4,4 Milliarden Euro zugelassen. Zum anderen ist aber auch die Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten in der Region gleich null, heißt es unisono bei den befragten Banken.

Deutsche Anleger handeln in Deutschland. „Die Quote der Orders an ausländischen Börsen liegt branchenweit bei maximal drei bis fünf Prozent“, so ein Sprecher der Direktbank Onvista.

Selbst wenn der saudische Aktienmarkt für Privatanleger geöffnet werden sollte – für deutsche Anleger wird noch lange gelten: In diese Aktien können Sie unmöglich investieren. Viele ausländische Aktien werden zwar im sogenannten „Freien Handel“ auch an deutschen Börsen gehandelt. Doch auch dort steht keine Aufnahme saudischer Titel an.

Und die Gebühren für einen Aktiendeal direkt in Saudi-Arabien dürften selbst bei einer weiteren Marktöffnung horrend sein – abgesehen davon, dass die deutschen Direktbanken gar keine Währungsgeschäfte in der Landeswährung Saudi-Ryal anbieten.

Von hinten durch die Brust nach Riad
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  • Ich investiere grundsätzlich nicht in Aktien!

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