Geldanlage
Wie Anleger von der Jahresend-Rally profitieren

Das Beste kommt zum Schluss: Von Dezember bis Ende Februar entwickeln sich die Kurse deutscher Aktien meistens außergewöhnlich gut. Mit den passenden Produkten auf den Dax können Anleger an der Rally teilhaben.
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DüsseldorfEs soll erfolgreiche Trader geben, die nur im Dezember und Januar einsteigen und ihr Kapital für den Rest des Jahres verzinst anlegen. Vielleicht ist das nur ein gut erfundenes Gerücht. Fakt ist aber, dass in den letzten Tagen eines Jahres, bevor zum Jahreswechsel die Korken knallen, an der Börse eine Art Schlussspurt zu beobachten ist, der sogar manchmal bis in den Februar des neuen Jahres hineinreicht.

Der Grund dafür liegt nicht zuletzt in der Anlagepolitik vieler Investmentfonds-Gesellschaften, die in den letzten Wochen vor Jahresultimo durch kurssteigernde Zusatzkäufe ihre Performance noch ein letztes Mal „nach oben pflegen“, wie der Profi sagt. Die entsprechenden Aktien werden im Januar in der Regel aber nicht sofort wieder verkauft, sondern bleiben in der jungen Jahresanfangs-Stimmung in der Hoffnung im Depot, das neue Jahr möge besser werden als das abgelaufene.

Es könnte sich also lohnen, gerade jetzt an der Börse einzusteigen und auf die oft zitierte „Jahresendrally“ zu hoffen. Denn es gibt noch ein weiteres Indiz dafür, dass speziell dieser Winter noch positive Überraschungen bereithalten könnte.

Politik und Gerüchte geben diesmal die Richtung vor

„Wir haben das Börsengeschehen der vergangenen 60 Jahre untersucht, und dabei festgestellt, dass der Dezember oft gerade dann besonders gut war, wenn die elf Monate zuvor maue Stimmung an den Börsen herrschte“, sagt Jörg Scherer, Analyst bei HSBC Trinkaus. Scherers Untersuchung zufolge kam es seit 1950 in insgesamt 21 Jahren bis Anfang Dezember an den Börsen zu einer negativen Wertentwicklung. Aber nicht einmal in jedem fünften Fall folgte einem schlechten Auftakt in den ersten elf Monaten nochmals ein schlechter Dezember.

Bemerkenswert sei zudem die überdurchschnittliche Dezember-Performance in den zuvor schlechten Jahren. „In zuvor schwachen Aktienjahren haben Anleger also überproportionale Chancen auf überproportionale Gewinne in den letzten Wochen des Jahres“, so Scherers Fazit.

Kommentare zu " Geldanlage: Wie Anleger von der Jahresend-Rally profitieren"

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  • Enttäuschender Artikel! Nach jedem Kursrutsch werden auf Seiten wie diesen die Zertifikate zu Teufelszeug erklärt und man erfährt (wie z.B: im August), dass unglaublich hohe Prozentsätze von Derivaten ihre Strikes gerissen haben usw... trotzdem findet sich immer wieder jemand, der diesen Mist empfiehlt? Was sagen, auch auf dem Handelsblatt, alle "Experten"? Sachwerte und Substanzwerte sind nun das Maß aller Dinge. Also Gold, Silber, Immobilien, Aktien solider Unternehmen usw. aber ganz bestimmt keine Zertifikate.

    Wenn, dann nur Hebelzertifikate für einen kurzen Zeitraum. Natürlich in vollem Bewusstsein des Risikos. Ich habe mir in der momentanen Angstphase August bis November ein sehr dickes gut gestreutes Portfolio aufgebaut. Tipps wie man sich ein solches zusammenstellt inkl. konkreter Empfehlungen wäre hilfreich für viele Leser. Aber nicht sowas hier.

  • "Jörg Scherer, Analyst bei HSBC Trinkaus"

    Ich wundere mich immer, dass solche Leute wie er noch arbeiten. Brauchen doch nur ihren eigenen Empfehlungen mit entsprechendem Einsatz folgen.

  • Zertifikate sind Wetten gegen die Bank, wobei die Bank sofort 100% des Wetteinsatzes erhält, keine Sicherheiten bietet und die Wettregeln nachträglich ändern kann.
    Wer so etwas kauft ist selbst schuld und hat absolut nichts aus der Lehmann-Pleite gelernt. Da Gier bekanntlich Hirn frisst, finden sich aber immer noch genug Käufer von Zertifikaten. Die Banken freuen sich ...

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