Gemeinschaftsklage
Lehman-Geschädigte klagen gegen Citibank

Der Citibank droht vor dem Landgericht Hamburg eine Gemeinschaftsklage von Lehman-Geschädigten. Sie verlangen Schadenersatz für Zertifikate der Pleite gegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers. Die Citi soll Rückvergütungen, sogenannte Kickbacks, verschwiegen haben, die sie beim Verkauf der Lehman-Zertifikate erhielt.

FRANKFURT. Ein Hamburger Anwalt will heute Klage einreichen. Ein halbes Dutzend Mandanten hat Forderungen in Höhe von 165 000 Euro an ihn abgetreten. Dazu war sie aber laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs verpflichtet. Eine weitere Gemeinschaftsklage hat er bereits im Januar gegen die Hamburger Sparkasse (Haspa) eingereicht.

"Das ist im Falle Lehman ein sinnvolles Vorgehen" urteilt der Münchener Anlegerschutzanwalt Peter Mattil, damit minimierten sich die Prozesskosten für jeden Einzelnen. Bislang hätten nur wenige Anleger gegen die hauptsächlichen Lehman-Zertifikate-Verkäufer Citi, Dresdner, Haspa und Frankfurter Sparkasse (Fraspa) geklagt, weil sie keine Rechtsschutzversicherung hätten und damit die Verfahrenskosten tragen müssten.

Laut Branchenkreisen sind gegen die Citi derzeit rund 100 Klagen von Lehman-Opfern anhängig. Kickbacks habe das Institut nicht erhalten, "lediglich marktübliche Vergütungen", sagte ein Sprecher. Mit einzelnen Kunden habe man sich auf dem Kulanzweg geeinigt. Auch die Fraspa und die Haspa haben sich teilweise außergerichtlich verglichen.

Mit Spannung erwartet wird in diesem Zusammenhang ein Urteil in Hamburg gegen die Hamburger Sparkasse, wo es um Kickbacks geht und das als "richtungweisend" für Lehman-Kläger eingeschätzt wird.

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