Grüne setzen sich nicht durch
Bundestag lehnt schärfere Zertifikate-Regeln ab

Die Partei der Grünen hätte gerne eine Verschärfung der Regeln für den Zertifikate-Handel durchgesetzt, um Anleger besser zu schützen. Der Antrag kam im Bundestag indes nicht durch.

HB BERLIN. Damit sind Regel-Verschärfungen für den Handel kurzfristig nicht in Sicht. Die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten lehnte die Vorlage ab. Zertifikate waren in Folge der Immobilien- und Finanzkrise, vor allem durch die Pleite von Lehman Brothers, bei vielen Anlegern und Politikern in Verruf geraten.

Der Antrag der Grünen sah zum Beispiel vor, die Eigenkapital-Anforderungen an Emittenten von Zertifikaten deutlich zu verschärfen. Verdeckte Preiserhöhungen seien zu unterbinden, forderte zudem der finanzpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Gerhard Schick.

Union und SPD räumten ein, dass es noch erheblichen Handlungsbedarf gibt, um die Qualität der Beratungen in den Banken zu verbessern. Damit solle verhindert werden, dass Anleger beim Versprechen hoher Renditen in ungewollte Risiken hineinlaufen. Das betreffe auch viele Anleger, die so ihre private Altervorsorge aufs Spiel setzten.

Solche Risiken hatten sich mit der Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers erstmals zum wirklichen Schaden ausgewachsen. Zertifikate sind im Unterschied zu Investmentfonds bei einer solchen Pleite nicht gesondert geschützt. Auch griff im Lehman-Fall keine Rückerstattung von Verlusten durch Sicherungsfonds der Banken. Die Folge ist ein Totalverlust für die Anleger. Redner von Union und SPD betonten, dass mit den Rettungsmaßnahmen und dem Risikobegrenzungsgesetz bereits einige Maßnahmen zum Schutz der Anleger getroffen worden seien.

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