Immobilienkonzern
IVG geht mit einem REIT an den Start

Der Immobilienkonzern IVG starten einen Fond als REIT. Der Fonds umfasst derzeit 32 Immobilien im Gesamtwert von 1,35 Milliarden Euro. Was REITs von anderen Immobilienfonds unterscheidet, ist die Steuerbegünstigung.
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Frankfurt Der Immobilienkonzern IVG bringt einen seiner Fonds als REIT an die Börse. "Wir wollen jede Form der indirekten Immobilienanlage anbieten und der REIT ist ein weiterer Baustein auf unserer Plattform", sagte Finanzchef Hans Volkert Volckens der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Der Fonds umfasst derzeit 32 Immobilien im Gesamtwert von 1,35 Milliarden Euro. Ein öffentliches Angebot ist mit der Börsennotierung nicht verbunden - drei Viertel der Anteile halten IVG-Konzerngesellschaften, der Rest entfällt auf neun kleinere institutionelle Investoren.

Was REITs (Real Estate Investment Trusts) von anderen Immobilienfonds unterscheidet, ist die Steuerbegünstigung. Dafür müssen sie hohe Eigenkapitalquoten erfüllen und den Löwenanteil ihrer Gewinne als Dividende ausschütten. In Deutschland gibt es bislang nur wenige dieser börsennotierten Immobilienfonds - Beispiele sind Alstria Office und Prime Office. Der IVG-Fonds, der nun umgewandelt wird, hatte den Status eines "Vor-REITs" schon seit 2007 inne, er wäre demnächst erloschen, wenn nichts passiert wäre. Für die IVG selbst als Konzern ist die Registrierung als REIT aber kein Thema, wie Volckens sagte. Das gehe schon deshalb nicht, weil das Bonner Unternehmen sein Infrastrukturgeschäft weiter ausbauen wolle. Schon jetzt investiert der Konzern nicht nur in Immobilien, sondern auch in unterirdische Öl- und Gasspeicher (Kavernen). Künftig sollen Gas- und Stromnetze hinzukommen.

Die Sanierung des Konzerns, der sich unter den Vorgängern mit gigantischen Projektentwicklungen und überwiegend schuldenfinanzierten Zukäufen verhoben hatte und in der Finanzkrise vor dem Abgrund stand, läuft laut Volckens nach Plan. Das würden auch die Zahlen des zweiten Quartals zeigen, die am 10. August veröffentlicht werden. In diesem Jahr werde die IVG ein annähernd ausgeglichenes Ergebnis schaffen, bekräftigte der Finanzchef. Überraschungen werde es nicht geben. "Die Prognose steht." An der Börse zählte die inzwischen nur noch im Kleinwerteindex SDax notierte IVG-Aktie mit einem Plus von sechs Prozent auf 1,82 Euro zum Wochenausklang zu den größten Gewinnern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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