In Asien ist immer mit Rückschlägen zu rechnen
Sicherheit geht bei Asienanlagen vor

Es geht mal wieder die Sonne auf – an der Börse in Japan. Über Kursgewinne von 50 Prozent und mehr freuen sich Anleger, die vor einem Jahr in den Nikkei investierten. Einiges Spricht dafür, dass der Aufschwung dieses Mal kein Strohfeuer bleiben muss: Die japanischen Unternehmen sind historisch günstig bewertet. Die Banken haben ihr Kreditportfolio gesäubert und das gibt ihnen mehr Spielraum, die Investitionen der Unternehmen zu finanzieren. Und so wächst die japanische Wirtschaft – in diesem Jahr mit 4,5 Prozent. In sieben aufeinander folgenden Quartalen ist das Bruttoinlandsprodukt nun schon positiv. Die jüngst gemeldeten Gewinne der börsennotierten Unternehmen liegen 19,6 Prozent über den historischen Höchstständen aus dem Jahr 1990. Nur noch jeder 20. Japaner ist ohne Arbeit, die anderen 80 geben mehr Geld aus und kurbeln die Wirtschaft damit zusätzlich an. Die Bank of Japan stützt mit ihrem Kampf gegen die Deflation das Wachstum.

DÜSSELDORF. Und wenn es Japan besser geht, geht es Asien gut. Die gesamte Region Südostasien wächst ohne Japan mit mehr als fünf Prozent pro Jahr. Hohe Handelsbilanzüberschüsse, fallende Inflationsraten und niedrige Zinsen sichern das künftige Wachstum.

Das Feld ist bestellt – zumindest langfristig sollte sich das auch bis an die Aktienmärkte herumgesprochen haben. Auch, weil die niedrigen Zinsen in Japan – zehnjährige Bonds rentieren durchschnittlich mit 1,5 Prozent – nicht wirklich eine Alternative sind. Nur lehrt die Vergangenheit, dass in Asien immer mit Rückschlägen zu rechnen ist.

Mit den richtigen Zertifikaten können Anleger die Risiken zwar nicht ausschalten, zumindest aber begrenzen: Die meisten Emittenten setzen deshalb auf Bonus-Zertifikate. So bieten zwei Papiere von Sal. Oppenheim auf den Nikkei 225 einen Risikopuffer von über 40 Prozent. Das Protect-Bonus- Zertifikat mit einer Restlaufzeit von fünf Jahren bietet derzeit noch einen Bonus von 27 Prozent. Das Papier mit einer Laufzeit bis 2006 hat das Bonusniveau nach den Kursgewinnen des Nikkei in den vergangenen Monaten bereits erreicht. „Das Zertifikat reagiert damit wie ein Indexzertifikat mit einer Absicherung nach unten“, sagt Wolfgang Gerhardt, Leiter der Zertifikateabteilung bei Sal. Oppenheim. Neben dem Risikopuffer sollten Anleger darauf achten, ein währungsgesichertes Zertifikat zu kaufen, rät Gerhardt. „Für die Performance ist dann tatsächlich nur der Stand des Nikkei entscheidend.“ So auch bei dem Power-Zertifikat der Hypo-Vereinsbank, dass seit Anfang Juni an der Börse gehandelt wird und derzeit einen Bonus von rund 50 Prozent bietet. Die Kapitalgarantie verfällt erst, wenn der Nikkei während der Laufzeit 35 Prozent oder mehr verliert. Das entspräche einem Kurseinbruch von derzeit rund 11 000 Punkten auf 7 600 Punkte.

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