Investment-Idee
Mit Alpha-Anlage auf Kurs

Alpha-Zertifikate sollten unabhängig vom Auf und Ab der Börsen Rendite erzielen. Nur wenige Konzepte sind aufgegangen - einige mit Fonds und Indizes als Basiswert zählen dazu. Die tägliche Investment-Idee auf Handelsblatt.com

DÜSSELDORF. 2006 war das Jahr der Alpha-Zertifikate. Die Produkte mit zwei Basiswerten sollten unabhängig von der Börsensituation eine marktneutrale Rendite erzielen. Doch die fiel in vielen Fällen aus - zumindest wenn Anleger auf die beliebte relative Outperformance eines Dividendenindexes gegenüber dem Dax gesetzt hatten.

Zunächst gab es eine Dax-Rally und auch in den vergangenen sechs Monaten konnte sich der deutsche Leitindex gegenüber einem beliebten Auswahlindex für Alpha-Produkte wie dem Euro Stoxx Select Dividend 30 behaupten.

Schließlich werden beim Dax die Dividenden eingerechnet, die vom europäischen Index behält der Emittent. Besser sind Anleger mit Alpha-Produkten auf DivDax und Dax gefahren.

Aufgegangen ist in einigen Fällen auch das Konzept, einen Investmentfonds gegen einen Index laufen zu lassen.

Sowohl das Portable Alpha von der UBS (WKN: AB0PAL) als das Sauren Alpha Zertifikate von der Société Générale (WKN: SG2M72) haben in den vergangenen zwölf Monaten ihre Vorgaben erreicht.

Das Produkt der Schweizer Bank stieg in dem Zeitraum um 9,6 Prozent, das der Franzosen um 8,4 Prozent. Das Portable Alpha legte dabei ohne große Schwankungen zu.

Bei beiden Zertifikaten setzen Anleger darauf, dass sich der jeweilige Fonds besser als der MSCIWorld entwickelt. Bei der UBS ist es der Starplus Starpoint Fund, bei der Société Générale der Sauren Global Growth Fund.

Einer der Hauptgründe für den Erfolg: Das eingesetzte Kapital wird jährlich um den Wert des 1-Jahres-Euribor verzinst. Dieser Zinssatz liegt aktuell bei rund 4,7 Prozent und hat die Basis für die positive Wertentwicklung gelegt.

Hintergrund: Da die Bank bei Alpha- Produkten in einen Basiswert „long“ (in dem Fall der jeweilige Fonds) und in den anderen (MSCI World) „short“ ist, ist das Engagement „aufwandsneutral“.

Und beide Papiere haben vergleichsweise günstige Konditionen. Das UBS-Produkt kostet jährlich 1,25 Prozent an Gebühren, das der Société Générale 0,8 Prozent. Beide Fondsmanager - Eckhard Sauren und Peter Huber - zählen zu den besten ihrer Zunft.

Anleger sollten bei diesen beiden Zertifikaten keine zweistelligen Renditen erwarten. Dafür bieten die Produkte auch im aktuellen Börsenumfeld Gewinne, die bislang deutlich über denen von Geldmarktanlagen liegen.

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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