Investmentidee
Afrikanisches Neuland fürs Depot

Die Aktienmärkte auf dem Schwarzen Kontinent erwachen aus ihrer Lethargie. DWS Go erweitert die Palette der Zertifikate mit denen offensive Anleger hiervon profitieren können um eine interessante Variante. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

HB DÜSSELDORF. Das Interesse der Anleger an Afrika ist deutlich gewachsen. Von Nigeria bis Kenia sind viele Börsen zuletzt auf neue Höchststände gestiegen, bevor auch sie im Zuge der weltweiten Korrekturen an den Aktienmärkten einen Teil der Gewinne abgegeben haben. Und auch die Zertifikateemittenten haben durch entsprechende Angebote reagiert. Mit der Landesbank Berlin (WKN: LBB1Y0), ABN Amro (WKN: AA0F70) und der Commerzbank (WKN: CB5DSM) haben bereits drei Banken in der ersten Jahreshälfte Afrika-Zertifikate auf den Markt gebracht, DWS Go (WKN: DWS0H9) folgt als vierter Emittent Anfang November.

Vor allem dem weltweit wachsenden Rohstoff-Bedarf ist es zu verdanken, dass Afrika überhaupt ins Blickfeld der Investoren geraten ist. Denn die Vorkommen an Edelmetallen, Öl und Uran sind gewaltig und internationale Minenkonzerne drängen in die Region, weil sie großes Geschäftspotenzial wittern. Auch kommt dem Schwarzen Kontinent zugute, dass sich seine finanzielle Lage durch den einigen Staaten gewährten Schuldenerlass deutlich verbessert hat.

Obwohl der Risikoaufschlag für Afrika-Anlagen in den letzten Jahren gefallen ist und sich einige Aktienmärkte für ausländische Investoren geöffnet haben, bleibt die geringe Börsenliquidität ein Problem für Anleger. Fast jede größere ausländische Investition führt zu heftigen Kursausschlägen (auf ähnliche Liquiditätsprobleme haben wir in ZertifikateNews bereits im Zusammenhang mit Vietnam-Zertifikaten hingewiesen).

Als investierbar gelten unter Experten eigentlich nur Ägypten, Marokko und Südafrika. Die Börse Johannesburg (JSE) bietet allerdings mit ihren über 400 Unternehmen, die rund 75 Prozent der gesamtafrikanischen Marktkapitalisierung bündeln, zumindest indirekten Zugang zu den Nachbarstaaten. Denn viele südafrikanische Konzerne sind dort aktiv.

So investieren mit den Papieren der LBB und Commerzbank auch zwei der drei bereits gehandelten Afrika-Zertifkate schwerpunktmäßig in südafrikanische Werte.

Doch am Kap ist allmählich Vorsicht geboten: Befeuert vom Rohstoffboom sind die Kurse an der JSE seit über vier Jahren fast ohne Atempause geklettert. Seit 2004 hat sich der Index im Wert mehr als verdreifacht und ist mit Hilfe des wieder erstarkten Goldpreises durch die Schallmauer von 30 000 Punkten gebrochen.

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