Investmentidee
Rendite für Dax-Pessimisten

Den Einschätzungen der Volkswirte zufolge ist die Subprimekrise noch längst nicht ausgestanden. Trotz der schwierigen Marktlage lässt sich mit dem Dax aber weiterhin Geld verdienen. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Experten erwarten, dass die Krise am US-Hypothekenmarkt ihren Höhepunkt erst 2008 erreicht und bis dahin noch unangenehme Überraschungen für Aktienanleger bereithalten wird. Deshalb kann es immerwieder zu empfindlichen Rückschlägen an den internationalen Aktienmärkten kommen.

In solch einem Szenario sind Zertifikate, die fallende Kurse abfangen, die richtige Wahl. So bietet beispielsweise die Dax-Korridor-Anleihe der WestLB (WKN: WLB3DT) eine hundertprozentige Kapitalgarantie und zahlt zum Laufzeitende im April 2009 einen von der Entwicklung des Dax abhängigen Kupon.

Derzeit notiert das Papier knapp unter dem Ausgabekurs bei 99,89 Euro. Sofern der Dax innerhalb der Spanne zwischen 5 456 und 10 133 Punkten pendelt, erhalten Anleger ein Drittel der Performance. Die Mindestverzinsung beträgt vier Prozent (2,71 Prozent p.a.), der maximale Ertrag zehn Prozent (7,05 Prozent p.a.) des Nennwerts. Dabei ist es egal, ob der Dax steigt oder fällt. Wird der Korridor einmal verlassen, gibt es nur noch den Mindestzins.

Das Papier eignet sich damit vor allem, um mögliche Turbulenzen zu überbrücken. Je nach Dax-Stand am Laufzeitende kann die Verzinsung höher ausfallen. Sinkt der Index beispielsweise auf 6 500 Punkte, werden 5,5 Prozent ausgeschüttet.

Während der Laufzeit beeinflusst die Entwicklung des Basiswerts auch den Kurs des Zertifikats, so dass das Papier zwischenzeitlich auch im Minus notieren kann. Zudem reagiert es auf Veränderungen des Zinsniveaus.

Sollten die kurzfristigen Zinsen am Kapitalmarkt zurückgehen, steigt der Kurswert des Papiers. Schwächen zeigt es bei einem Kursaufschwung am Aktienmarkt, da die Performance des Dax nur zu einem Drittel an den Anleger weitergegeben wird.

Je nach Marktentwicklung kann es sich lohnen, das Papier schon vor der Fälligkeit abzustoßen. Da es sich laut Emittentin steuerlich um eine Finanzinnovation handelt, sind Kursgewinne unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig.

Ab Januar 2009 unterliegen mögliche Kapitalerträge nicht mehrdempersönlichen Grenzsteuersatz sondern der pauschalen Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent - plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Eventuelle Kursverluste bei vorzeitigem Verkauf können gegenüber dem Finanzamt z.B. mit Zinseinnahmen verrechnet werden.

Georgios Kokologiannis ist Redakteur im Finanzteam des Handelsblatts, mit Sitz in Frankfurt am Main. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Düsseldorf mit Schwerpunkt auf Controlling und Marketingmanagement. Bereits während seiner Studienzeit wirkte der Diplom-Kaufmann erstmals an der Entwicklung des Handelsblatt-Onlineangebots mit. Seinen journalistischen Feinschliff erhielt der Kapitalmarktexperte an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten. Mit Geldanlage-Themen beschäftigt sich der Derivatespezialist für das Handelsblatt seit mehr als 17 Jahren. Dabei wurde er mit dem DDV-Preis für Wirtschaftsjournalisten ausgezeichnet und hat zuletzt vier Jahre lang das Musterportfolio der Redaktion verantwortet.
Georgios Kokologiannis
Handelsblatt / Finanzredakteur
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