Investmentidee
T-Aktien umtauschen

Keine andere Aktie ist öfter in Depots von Anlegern wie die der Deutschen Telekom. Und in den vergangenen sechs Monaten konnten sich die Aktionäre auch über die Kursentwicklung freuen. Doch ob sich dieser Trend fortsetzt, ist aus Sicht von Experten fraglich. Anleger sollten umdenken. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

HB DÜSSELDORF. Gemessen am Umsatz und Stückzahl kommt kein Wertpapier an die T-Aktie heran – egal sie über 100 Euro kostete, wie nach der Jahrtausendwende, oder weniger als 10 Euro, wie im jahr 2003. Viele aktiv gemanagte Fonds, die den deutschen Markt abbilden, kommen deshalb an der T-Aktie kaum vorbei. Für viele ist die Telekom ein Synonym für den deutschen Aktienmarkt.

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In den vergangenen sechs Monaten hat die T-Aktie den Vergleichsindex Dax deutlich abgehängt. Während der deutsche Leitindex auf Halbjahressicht leicht zurückfiel, hat der Telekom-Titel ein Plus von mehr als acht Prozent geschafft. Doch laut dem Analystenchecktool von Handelsblatt.com ist mit Kursen von rund 15 Euro das Ende der Fahnenstange erreicht. 16,60 Euro lautet das höchste Kursziel der Analysten. In Annahme eines starken vierten Quartals und einer Dividendenerhöhung dürfte die Aktie dieses Kursziel zu Beginn des Jahres 2008 erreichen, schrieb Unicredit-Analyst Thomas Friedrich in einer Studie vom Freitag vergangener Woche. Das durchschnittliche Ziel lautet 14,65 Euro, also knapp unter dem aktuellen Kurs.

Anleger sollten angesichts dieser Perspektiven überlegen, was sie mit ihrer T-Aktie im Depot machen. Eine Alternative kann der Tausch der Aktie in Bonus-Zertifikate sein. Bei diesen Produkten erhalten Anleger mindestens eine Bonusrendite, solange eine vorher festgelegte Sicherheitsschwelle während der Laufzeit nicht gerissen wird. Je höher die Dividende, desto attraktivere Konditionen in Form einer hohen Bonusrendite oder eines hohen Sicherheitspuffers kann die Bank bei der Ausstattung des Zertifikates bieten. Denn mit den Dividenden finanziert die Bank die Bonusstrukturen. Die knapp fünfprozentige Dividendenrendite der Telekom-Aktie zählt zu den höchsten aller Dax-Werte.

Falls die Analysten Recht behalten, brauchen sich Anleger keine Gedanken über deutlich steigende Kurse bei der T-Kurse machen. Im Fall von Seitwärtskursen sind so genannte Capped-Bonus-Zertifikate die richtige Wahl. Dabei sind mögliche Gewinne im Gegensatz zu herkömmlichen Bonus-Produkten bis zu einem Höchstbetrag (Cap) begrenzt, dafür ist die Seitwärtsrendite aber deutlich höher – oder die Kursschwelle deutlich tiefer.

Für defensive Anleger ist ein Capped-Bonus von der Deutschen Bank attraktiv (WKN DB0TPD). Der Kurs der Aktie kann während der Laufzeit Ende Dezember 2008 um 40 Prozent auf neun Euro fallen, ohne das die jährliche Rendite von maximal neun Prozent gefährdet ist. Neun Euro wären ein neuer Tiefstand der Aktie, die 2003 bei 9,13 Euro notierte. Falls die Aktie über 15,90 Euro steigt, profitieren Anleger davon nicht mehr.

Für offensivere Anleger eignet sich ein Produkt der BNP Paribas mit gleicher Laufzeit und einem Sicherheitspuffer bei 11,50 Euro. Dann liegt die jährliche Bonusrendite bei mehr als 17 Prozent. Der Höchstbetrag – gleichzeitig auch das Bonusniveau – ist 19 Euro.

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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