Investmentidee
Vom IPO-Boom profitieren

Die gute Stimmung an den Aktienmärkten sorgt für eine steigende Zahl an Börsenkandidaten. Allerdings sind im Gegensatz zu Zeiten des Neuen Marktes selten hohe Zeichnungsgewinne möglich. IPO-Zertifikate sind da eine Alternative. Einzelne Produkte haben sich bislang mehr als beachtlich geschlagen. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

Der jüngste Kursrutsch an den Aktienmärkten ändert nichts an der positiven Stimmung für den Gang an die Börse. Mit dem Spezialglas-Hersteller Gerresheimer ließ sich am vergangenen Montag das 13. und bislang größte Unternehmen im laufenden Jahr im Premiumsegment Prime Standard listen. Vor der Sommerpause ab Mitte Juli könnte diese Zahl noch bis auf 20 steigen. Zu Jahresbeginn hatten selbst die größten Optimisten unter Investmentbankern bestenfalls 30 Neuemissionen für möglich gehalten.

Vor der Sommerpause dürften noch eine Reihe namhafter Gesellschaften auf das Parkett drängen. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei Tognum, der Nachfolger der ehemaligen Daimler-Tochter MTU Friedrichshafen. Bei bis zu zwei Milliarden Euro könnte dessen Emissionsvolumen liegen, rechnen Experten. Der Bahn-Logistiker VTG, Ex-Tochter der Tui, und Siemens VDO sind weitere Namen. Mit dem Börsengang von Siemens VDO rechnen die meisten Experten jedoch erst nach der Sommerpause.

Doch Zeichnungsgewinne – einst gerade für Privatanleger Anlass zum Einstieg – sind sicherlich kein kein Merkmal des IPO-Jahrgangs 2007. So sackte beispielsweise die Gerresheim-Aktie noch am ersten Handelstag unter den Ausgabepreis von 40 Euro. Zudem ist nicht jede Neuemission ein Erfolg. Und Privatanleger kommen nicht bei jedem Börsengang zum Zug. Eine Alternative können IPO-Zertifikate sein.

Vorreiter auf diesem Gebiet ist Sal. Oppenheim, die Mitte November 2005 ein „IPO-Select-Zertifikat“ auf Markt gebracht hat (WKN SBL1PQ). Basiswert ist ein aktiv gemanagter Aktienkorb mit Unternehmen aus dem Euroland und der Schweiz. Diese dürfen zum Zeitpunkt der Aufnahme maximal ein Jahr gelistet sein. Aktuell umfasst der Aktienkorb zwölf Titel, davon fünf aus Deutschland. Die jeweilige Zusammensetzung ist auf der Homepage der Kölner abrufbar.

Das Produkt hat seit der Emission fast 70 Prozent zugelegt, allein den vergangenen 52 Wochen war es ein Plus von mehr als 52 Prozent – deutlich mehr als der Euro Stoxx, der seit einem Jahr „nur“ um knapp 30 Prozent gestiegen ist. Das aktive Management hat seinen Preis: Neben der Gebühr von 1,5 Prozent jährlich müssen Anleger eine Gewinnbeteiligung von zehn Prozent berücksichtigen. Dividenden werden nicht angerechnet. Die Laufzeit endet am 23.10.2007.

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