Investmentidee
Vom Ringen um Boss-Herrschaft profitieren

Ein möglicher Bieterkampf um den italienischen Hugo-Boss-Mutterkonzern Valentino lässt die Aktie des schwäbischen Modekonzerns deutlich steigen. Anleger können mit Zertifikaten auf den Unternehmenskauf wetten – und sogar dann gewinnen, wenn es gar nicht zu einer Übernahmeschlacht kommt. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Um den Hugo-Boss-Mutterkonzern Valentino mit Sitz im norditalienischen Valdagno ist ein regelrechter Übernahmekampf ausgebrochen. Der britische Finanzinvestor Permira hat mit dem Kauf eines 30-prozentigen Aktienpakets den US-Konkurrenten Carlyle ausgestochen. Dieser kündigte aber an, ein eigenes Angebot zu prüfen. So sollen die Amerikaner unter anderem mit der Finanzholding Canova verhandeln, die dem Valentino-Präsidenten Antonio Favrin gehört und 19,7 Prozent der Anteile kontrolliert. Allerdings müssten die Amerikaner dann deutlich mehr als die 36 Euro je Aktie plus Dividende bieten, die Permira auf den Tisch legt.

Gelingt einem der beiden Investoren die Übernahme von Valentino, hat er somit auch bei Hugo Boss das Sagen. Valentino hält mit 78,8 Prozent der Stammaktien und 22 Prozent der Vorzugsaktien 50,9 Prozent des Grundkapitals an dem Metzinger Konzern.

Die Valentino-Aktie legte am Donnerstag um fast fünf Prozent zu. Am heutigen Freitag verlor das Wertpapier aber wieder drei Prozent, nachdem Carlyle Medienberichte dementierte, nach denen sie eine Offerte über 36 Euro je Aktie erwägen. Anders die Aktien von Hugo Boss: Sowohl die Vorzüge (derzeit 48,78 Euro) als auch die Stammaktien (aktuell 54,90 Euro) stiegen heute um rund 2,8 Prozent.

Anleger, die einen Bieterkampf und als Folge weiter steigende Aktienkurse erwarten, können neben dem Direkterwerb der Aktie auch mit Derivaten davon profitieren. Am attraktivsten sind in solchen Fällen Bonusprodukte, weil Anleger auch dann noch eine Rendite erzielen können, wenn es zu keinem Bieterkampf kommt und die Kurse dementsprechend seitwärts verlaufen.

Da es keine Zertifikate auf Valentino gibt, müssen Anleger schon auf Derivate mit dem Basiswert Hugo Boss zurückgreifen – und zwar nur auf die Vorzugsaktien. Denn die bieten eine höhere Dividende, die der Emittent behält, um die Bonusstruktur zu finanzieren.

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