Investmentidee
Von den Bankenfusionen profitieren

In den vergangenen Monaten legten europäische Bankentitel gegenüber dem Euro Stoxx 50 überdurchschnittlich zu. Trotz nachlassender Gewinndynamik könnte das so weitergehen. Denn die Branche hat nach Meinung von Experten Fusionsphantasie. Mit geeigneten Zertifikaten können Anleger davon profitieren. Die tägliche Investmentidee von Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Bei den größten europäischen Banken waren im vergangenen Jahr zweistellige Gewinnsteigerungen und eine Rendite des eingesetzten Kapitals von über 20 Prozent der Regelfall. Grund ist nach Ansicht von Experten die gute Konjunkturentwicklung. Die gestiegenen Kurse an den Kapitalmärkten haben zudem das Handelsgeschäft beflügelt. An der Börse spiegelt sich diese Entwicklung auch am Kursverlauf des Branchenindex Euro Stoxx Banks wider, der seit Anfang 2006 rund 33 Prozent zugelegt hat. Das Börsenbarometer beinhaltet die nach Marktkapitalisierung größten Bankaktien aus dem Euroraum. Der europäische Standardwerteindex Euro Stoxx 50 brachte es dagegen im selben Zeitraum nur auf eine Plus von knapp 22 Prozent.

Experten erwarten für das laufende Jahr zwar noch weiteres Gewinnwachstum. Doch die Anzeichen mehren sich, dass das Marktumfeld in Zukunft schwieriger wird und die Wachstumsdynamik nachlassen könnte. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die Immobilienkrise in den USA könnte auch in Europa zu Zahlungsausfällen führen. Sinkende Gebühren und Kreditvolumen belasten die Ertragsaussichten.

Andererseits hat das Tauziehen um die niederländische Bank ABN Amro den Fokus der Börsianer auf den gesamten europäischen Bankensektor gelenkt. Für Anleger können sich sowohl Fusionsgerüchte wie konkrete Verhandlungen in der Bankenbranche als renditeträchtig erweisen. Beispiel ABN Amro: Die Britische Barclays schien zunächst die besten Karten zu haben, den bislang größten Übernahmekampf in der Bankenbranche für sich zu entscheiden und sich die Niederländer einzuverleiben. Doch nun rechnen Analysten mit einem Gegenangebot von einem Konsortium rund um die Royal Bank of Scotland. Während sich das Angebot von Barclays auf 36,35 Euro beläuft, will die Dreier-Gruppe den Aktionären 39 Euro je ABN-Amro-Aktie bieten (Aktueller Kurs: 36,55 Euro).

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Zahlreiche Analysten und Banker sehen in dem spektakuläre Bieterkampf den Auftakt für den seit langem erwarteten Konzentrationsprozess im europäischen Bankensektor. Bislang ist die Konsolidierung nur schleppend in Gang gekommen. Es blieb bei einigen wenigen großen Geschäften. Die italienische Unicredit schluckte vor zwei Jahren die Hypo-Vereinsbank, und die spanische Santander kaufte 2004 die britische Abbey National. Im vergangenen Jahr haben sich die italienische Banca Intesa und Sanpaolo IMI zusammengeschlossen und sich damit in die Top-Ten den größten europäischen Banken nach Börsenwert befördert. Außer der britischen HSBC kommt aber derzeit dennoch kein Institut auf eine Marktkapitalisierung über 100 Mrd. Euro, die als langfristige Mindestmarke für eine internationale Großbank gehandelt wird.

Anleger, die aufgrund der Fusionsphantasien weiter steigende Kurse des europäischen Bankensektors erwarten, können auf Zertifikate mit dem Euro Stoxx Banks Branchenindex als Basiswert setzen.



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