Investmentidee: Wie Anleger von Chrysler-Sanierung profitieren können

Investmentidee
Wie Anleger von Chrysler-Sanierung profitieren können

Die Details des Sanierungskonzeptes von Daimler-Chrysler für die US-Tochter dürfte entscheidenden Einfluss auf den Aktienkurs haben. Mittlerweile gibt es sogar Gerüchte über eine Abspaltung von Chrysler. Erste Analysten haben den Kurs im Vorgriff auf die Restrukturierungspläne schon hochgestuft.

jr/HB DÜSSELDORF. Daimler-Chrysler-Konzernchef Dieter Zetsche wird morgen bei der Jahrespressekonferenz das neue Sanierungskonzept für die US-Sparte von Daimler-Chrysler vorlegen. Es sieht erneut einen deutlichen Stellenabbau vor, obwohl Zetsche bereits einige Jahre zuvor mehr als 40 000 Chrysler-Jobs gestrichen hat. Seit der Fusion mit Daimler-Benz 1998 steht Chrysler am Ende eines Jahres zum dritten Mal mit roten Zahlen da.

Ein reiner Sparkurs bei Chrysler ist vielen Experten zu wenig: „Ein Signal, dass man sich von Chrysler trennt beziehungsweise einen Partner sucht, wäre mit Blick auf den Aktienkurs mit Sicherheit die positivste Nachricht“, sagte Georg Stürzer, Auto-Analyst von der Hypo-Vereinsbank. Auch der Gegenwind von Seiten der Investoren wird stärker. Die Fondsgesellschaft DWS forderte das Management auf, sich der Möglichkeit einer Trennung von Chrysler nicht gänzlich zu verschließen. Und es gibt bereits Gerüchte, dass Daimler über die Abspaltung von Chrysler nachdenkt. Die Schwestergesellschaft soll möglicherweise in eine rechtlich eigenständige Gesellschaft überführt werden, meldeten mehrere Medien.

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Die Citigroup hat schon im Vorfeld der Zahlen den Wert der Aktie hochgestuft – unter der Bedingung, dass die Sanierung der US-Sparte klappt. Das Kursziel wurde von 45 auf 60 Euro erhöht, die Empfehlung lautet nun „kaufen“ anstatt „halten“. Der faire Wert aller Unternehmensteile belaufe sich gar auf 70 Euro, so Citigroup-Analyst John Lawson. Andersherum formuliert: Bei einem (teilweisen) Verkauf von Daimler dürfte das Kursziel höher als 60 Euro sein. Die Mehrzahl der Analysten allerdings ist noch skeptisch: 48,58 Euro lautet beim Handelsblatt-Aktien-Analyser gewichtete Kursziel von 19 Analysten. Bei diesem Kursziel wird auch der Zeithorizont berücksichtigt. Aktuellere Analysen werden stärker gewichtet.

Die aktuellen Analystenstimmen zu Daimler-Chrysler

Derzeit notiert die Aktie des Stuttgarter Autobauers fast exakt auf diesem Stand von knapp 49 Euro. In den vergangenen vier Hausse-Jahren an der Börse hat sich das Wertpapier im Vergleich zum Dax unterdurchschnittlich entwickelt. Während der deutsche Leitindex mehr als 250 Prozent zulegte, schaffte die Aktie nur ein Plus von 75 Prozent. Wesentlichen Anteil an dem Anstieg hatte unfreiwillig Ex-Vorstandschef Jürgen Schrempp. Im Zusammenhang mit seinem Rücktritt im Sommer 2005 stieg das Wertpapier von 34 auf über 40 Euro.

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