Investmentidee
Zweistellige Renditen auch ohne Monopol

Das Streikende bei der Deutschen Telekom hat am gestrigen Mittwoch die Aktie beflügelt. Ähnliches erhoffen sich Experten bei dem Titel der Deutschen Post, falls der Streit um die Liberalisierung der EU-Postmärkte geklärt ist. Auch ohne Monopol sind beim Ex-Staatskonzern zweistellige Renditen zu erzielen. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

DÜSSELDORF. Der Streit in der Koalition über die Verlängerung des Briefmonopols belastet zwangsläufig auch den Kurs der Post-Aktie. Während der Dax in den vergangenen sechs Monaten um mehr als 20 Prozent zulegen konnte, ging die Post-Aktie lediglich um sechs Prozent "ab".

Der Hintergrund: Die Deutsche Post hat noch ein Monopol bei der Beförderung von Briefen mit einem Gewicht von bis zu 50 Gramm, das nach dem bisherigen Fahrplan Anfang 2008 auslaufen soll. Aber da sich die EU-Länder bisher nicht auf einen verbindlichen Fahrplan zum Auslaufen der Briefmonopole in der Gemeinschaft verständigen konnten, fordert die SPD eine Verlängerung der Frist. Sollten sich die Sozialdemokraten mit ihrer Forderung nach einer möglichen Fortsetzung des Briefmonopols nicht gegen die Kanzlerin durchsetzen, verlangen sie die Liberalisierung des deutschen Postmarktes mit weitreichenden Bedingungen für ausländische Anbieter zu verknüpfen. Ausländische Postfirmen könnten nur dann in Deutschland aktiv werden können, wenn sie einen bestimmten Versorgungsgrad sicherstellen können.

Die Analysten von Sal. Oppenheim glauben, dass bereits ein zu hoher Risikopreis auf die Aktie eingepreist sei und haben ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 28 Euro versehen. Der Mindestlohn dürfte in der deutschen Postbranche eingeführt werden, schreibt Analyst Markus Hesse in einer Studie vom vergangenen Dienstag. Damit dürfte das Logistikunternehmen preislich flexibler reagieren können.

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