Jahresausblick
Begrenztes Risiko statt „Safety first“

Die Aktienrally fand leider ohne Beteiligung der Privatanleger statt. Das sollte zum Nachdenken anregen. Denn auch das neue Jahr bietet Chancen. Handelsblatt Online stellt die spannendsten Trends für 2013 vor.
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Stimmung und Börsenentwicklung waren in Deutschland selten so weit voneinander entfernt wie aktuell. Auf der einen Seite herrscht Verunsicherung: Bundeskanzlerin Merkel hat die Deutschen in ihrer Silvesteransprache auf ein schwieriges Jahr 2013 eingestimmt. Die Finanzkrise sei noch lange nicht ausgestanden, es werde ein hartes Jahr, in dem sich Alle besonders anstrengen müssten.

Und als ob das nicht deprimierend genug klingen würde, gab sie ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein Sprichwort des griechischen Philosophen Demokrit mit auf den Weg: Mut stehe am Anfang des Handelns, Glück am Ende. Man konnte es so verstehen, dass man wohl viel Glück bräuchte, um dieses Jahr zu überstehen. Ob Merkel bewusst einen Griechen zitiert hat? Aus Griechenland kommen derzeit keine Signale, die Hoffnung auf eine Lösung der europäischen Schuldenkrise machen.

Auch in Spanien gehen die Menschen auf die Straße, weil die Wirtschaft zusammenbricht, und Zypern steht kurz vor der Staatspleite. Jenseits des Atlantiks sieht es nicht viel besser aus. Die USA haben sich eben gerade noch in der Nachspielzeit der Silvesterschlacht um ein neues Haushaltskonzept auf einen Kompromiss geeinigt, der ihnen zumindest ein wenig Zeit für die nächsten Verhandlungen im Kongress verschafft. Die Probleme der taumelnden Supermacht sind damit aber noch lange nicht vom Tisch.

Die Aussichten in den westlichen Industrienationen scheinen also trübe. Doch was passiert an der Börse? Ungeachtet der schlechten Nachrichtenlage waren deutsche Aktien zuletzt heiß begehrt wie nie. Der Dax kletterte seit Anfang Juni 2012 bis zum Jahreswechsel von rund 6000 auf über 7600 Punkte. Ein sattes Plus von fast 27 Prozent in sieben Monaten kann sich sehen lassen. Und es ist noch Luft nach oben: Denn der Aufschwung fand bei schwachem Umsatz statt. Die Privatanleger haben sich zunehmend aus dem Aktienmarkt verabschiedet.

Kommentare zu " Jahresausblick: Begrenztes Risiko statt „Safety first“"

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  • Sehr oberflächlicher Artikel. Da lob ich mir unsere Nachbarn, dort berichtet man vom Zertifikatemarkt noch etwas gründlicher und mit Tiefgang: http://www.payoff.ch/product/news/focus/Derivatmarkt-Schweiz---Warm-Up--f-rs-neue-B-rsenjahr.html

  • Schon putzig dass hier Zertifikate auf Immobilien-Aktien beworben werden.
    Sicher nicht so kompliziert wie die Schrottpakete der Banken die die Krise auslösten, aber scheinbar trotzdem nichts daraus gelernt?

  • MDAX != DAX

    Ansonsten finde ich den Artikel ebenfalls "luftig". Meine persönliche Perle "Anleger, die Papierwährungen nicht mehr trauen, sind mit Gold-Zertifikaten gut bedient". Wenn man schon in Gold investiert, dann doch bitte nicht in Zertifikate, das ist doch absurd.

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