Kostengünstige Alternative zum klassischen Fondssparen für den Anleger
Online-Banken bieten verstärkt Sparpläne auf Zertifikate an

Zertifikate sind jetzt auch für die breite Masse zugänglich: Analog zu den herkömmlichen Sparplänen auf Investmentfonds bieten immer mehr Banken Sparpläne auf diese Anlageform an.

FRANKFURT/M. Vorreiter sind bislang die Online-Broker DAB-Bank, Comdirect, Maxblue und der Sparkassenbroker. Cortal Consors will im dritten Quartal dieses Jahres nachziehen.

Zertifikate sind börsengehandelte Wertpapiere, deren Kurs an den Stand eines Aktienindex oder eines bestimmten Aktienkorbs gekoppelt ist. Käufer von Zertifikaten müssen beachten, dass sie mit dieser Anlageform einen schuldrechtlichen Anspruch gegen den Emittenten haben. Wird der Emittent zahlungsunfähig, hat das Anleger das Nachsehen. Der Vorteil: Bei Zertifikaten muss der Anleger anders als beim regelmäßigen Kauf von Fondsanteilen keine hohen Ausgabeaufschläge bezahlen. Außerdem lassen sich mit Zertifikaten sehr komplexe Strategien umsetzen, die ein Privatanleger allein – mit Fonds oder Direktanlagen – nicht realisieren kann.

Wer allerdings regelmäßige Sparbeiträge in Zertifikate stecken will, braucht einen Internet-Zugang und ein Depot bei einem Online-Broker. Zudem muss er sich selbst informieren, da Online-Broker keine Beratung anbieten.

Bei ihren Hausbanken können Anleger bislang noch nicht in Zertifikate-Sparpläne einzahlen. Der Grund: Wegen der fehlenden Ausgabeaufschläge wirft dieses Geschäft zu wenig für sie ab. Online-Broker können hier kostengünstiger arbeiten.

„Für Sparpläne eignen sich vor allem Zertifikate mit unbegrenzter Laufzeit auf Börsenindizes, die auch die Dividenden miteinfließen lassen“, sagt Rolf Beike, Experte für innovative Finanzprodukte bei der Unternehmensberatung ZEB. Die Wertentwicklung des Zertifikats folge dem Index 1:1 und sei dadurch einfach nachzuvollziehen, die Gebühren seien gering. Jürgen Harengel, Leiter bei Maxblue, hält darüber hinaus auch Sparpläne auf so genannte Rolling-Discount-Zertifikate für sinnvoll. Das sind Strategie-Zertifikate, mit denen der Anleger auch bei einer Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte Gewinne machen kann. Bei fallenden Aktienkursen gibt es zudem einen Sicherheitspuffer nach unten. „Auf Hebelzertifikate, bei denen der Anleger das Risiko eines Totalverlusts hat, würden wir nie einen Sparplan anbieten“, bemerkt Harengel.

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