Kurzfrist-Anlage
„Rückruf-Aktionen“ auf Nokia und Euro Stoxx 50

Der jüngste Sproß der „Express“-Familie aus dem Hause Hypo-Vereinsbank, der noch bis zum 28. Mai zur Zeichnung aufliegt, wird unter Umständen schon nach drei Monaten Laufzeit mit einem Bonus von 1,75 Prozent (entsprechend 7,1 Prozent p.a.) zurückgezahlt. Einzige Bedingung: Der Euro Stoxx 50 muss am 6. September 2004 mindestens auf seinem Stand vom Emissionstag notieren, eine Fortsetzung der trendlosen Seitwärtsbewegung würde also schon reichen.

Da die Bayern auf einen Ausgabeaufschlag verzichten und auch die vorzeitige Fälligstellung in der Regel ohne Depotbank-Gebühren vonstatten geht, bräuchten Investoren, die jetzt noch schnell zugreifen, von den 1,75 Prozent keinerlei Abstriche zu machen – abgesehen vom Fiskus, der innerhalb der Spekulationsfrist natürlich sein Scherflein abhaben will. Wer aus den Vorjahren noch Verlustvorträge vor sich her schleppt, kann jedoch im Rahmen der Steuererklärung eine Verrechnung durchführen.

Gleichwohl ist es natürlich nicht gottgegeben, dass der europäische Super-Index auch zum Sommerausklang noch auf demselben Stand notiert wie heute. In diesem Fall geht das Zertifikat (ISIN DE 000 HV0 AYV 1) in eine dreimonatige Verlängerung, bis am Nikolaus-Tag 2004 erneut verglichen wird. Ist dem Euro Stoxx 50 der Sprung auf oder über sein Emissionsniveau nun geglückt, gibt’s das investierte Kapital mit einem Aufschlag von 3,5 Prozent zurück. Falls nicht, setzt sich dieses Spielchen im Quartals-Rhythmus noch vier Mal fort. Insgesamt hat man sechs Chancen auf eine vorzeitige Rückzahlung, wobei die Bonus-Zahlung von Stichtag zu Stichtag um 1,75 Prozentpunkte ansteigt und ab Juni 2005 sogar steuerfrei kassiert werden kann (dann ist die einjährige Spekulationsfrist vorbei).

Spätestmöglicher Abpfiff-Termin ist demnach der März 2006. Dann sind drei Szenarien denkbar: Hat der Index nun endlich die Bedingung erfüllt, wird das zu 100,00 Euro emittierte Papier zu 114 Euro zurückgezahlt. Ist das gar nicht so ambitionierte Vorhaben dagegen abermals gescheitert, notiert der Index also sieben Quartalsstichtage in Folge unter seinem aktuellen Wert, greift zunächst eine Schutzgrenze – bis zu einem Index-Minus von 20 Prozent wird zumindest noch der Emissionspreis erstattet. Bei noch stärkeren Einbußen sieht’s freilich übel aus; dann nämlich realisiert man den vollen Index-Verlust.

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