Lehman-Klage
Wie es für Lehman-Anleger weitergeht

Rund 50 000 Kleinsparer haben durch Zertifikate der Lehman Brothers insgesamt eine Mrd. Euro verloren. Mit Klagen wollen sich die Anleger ihr Geld zurückholen. Das Handelsblatt erklärt, welche Chancen die Kläger vor Gericht haben, aus der Insolvenzmasse entschädigt zu werden.

Vergleiche: Die Vertriebsbanken von Lehman-Zertifikaten haben für ihre Kunden Kulanzregelungen erstellt. Allerdings gelten diese nicht für alle Anleger. Die Citibank etwa knüpft Ausgleichszahlungen an Kriterien. So dürfen Anleger in den zwölf Monaten vor Zeichnung des Zertifikats keine Aktien gekauft haben. Zudem variieren die Entschädigungsquoten stark. Anleger, die sich auf einen Vergleich einlassen, verzichten damit auf Klagen, jedoch gibt es keine Pflicht, ein Angebot einzugehen.

Klagen: Einige Gerichte, allen voran das Landgericht Hamburg, haben Urteile zugunsten von Lehman-Anlegern gefällt. Rechtskräftig ist allerdings bisher keine Entscheidung. Die Chancen einer Klage sind höchst unterschiedlich. Die DSW sieht bei 40 Prozent ihrer rund 800 Mitglieder, die Lehman-Zertifikate gekauft haben, gute Erfolgschancen vor Gericht, bei weiteren 40 Prozent hielten sich Chancen und Risiken die Waage.

Insolvenzmasse: Einen Teil ihrer Einlagen könnten Anleger auch aus der Insolvenzmasse von Lehman Brothers zurückerhalten. Wie viel Geld noch übrig ist, ist unklar. Am Markt werden Anleihen und Zertifikate von Lehman zum Teil zu Kursen von 16 bis 20 Prozent des Emissionswerts gehandelt. Wer Ansprüche geltend machen will, muss diese bis 2. November angemeldet haben. Weitere Informationen im Internet: www.lehman-docket.com.

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