Maschinenbauer Dürr
Eine deutsche Erfolgsgeschichte

Expansion nach Asien, Anleihen ersetzen Bankkredite und eine solide Geschäftsentwicklung: Derzeit befindet sich die Aktie zwar in einer Seitwärtsbewegung. Doch auch wenn sich diese fortsetzt, können Anleger profitieren.
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MünchenDie Dürr AG gehört zu den unternehmerischen Erfolgsgeschichten in Deutschland. Bereits im Jahr 1895 gegründet, erfolgte 1990 der Börsengang. Der Maschinen- und Anlagenbauer gehört in seinen Geschäftsbereichen
wie dem Lackieranlagenbau zu den Weltmarktführern. Aktuell notiert der Kurs wenige Euro unterhalb des Hoch vom Januar 2014 bei 68 Euro.

Seit vergangenem Jahr verzichtet das Unternehmen auf Bankkredite. Die Finanzierung erfolgt über eigene Mittel und zwei Anleihen, von denen die letzte erst im Frühjahr emittiert wurde. Am Ende des vergangenen Jahres lag die Eigenkapitalquote des Unternehmens bei 25,7 Prozent. Die Höhe der liquiden Mittel lag bei 246,7 Millionen Euro, 2012 waren es nur 196,7 Millionen Euro. Für das erste Quartal hat das Unternehmen im Mai einen Umsatz von 538,2 Millionen Euro gemeldet. Gegenüber dem Vorjahresquartal bedeutete das einen leichten Rückgang von 0,8 Prozent. Der Überschuss stieg allerdings von 22,7 Millionen Euro um 28,6 Prozent auf 29,2 Millionen Euro.

Schwaben goes east

Im Mai hat das schwäbischen Unternehmen ein Technologiezentrum für Lackiertechnik in Tokio eröffnet. Dürr verspricht sich dadurch eine engere Vernetzung mit der japanischen Automobilindustrie vor Ort. Vor dem Bau der Anlage belieferte Dürr Auslandswerke der japanischen Autohersteller. Das Projekt ist die erste Einrichtung dieser Art für den Konzern in Asien. Mit dem Standbein soll der Vertrieb und das Serviceangebot in der Region verstärkt werden. Bislang hält Dürr eine zehnprozentige Beteiligung an dem japanischen Lackieranlagenbauer Parker-Engineering.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser sieht bei Dürr weiteres Kurspotenzial. Das Kursziel der Aktie wurde von 64 auf 71 Euro angehoben. Der Analyst Philippe Lorrain begründet das höhere Kursziel mit einer steigenden Auftragsdynamik im zweiten Halbjahr. Auch das Unternehmen selbst erwartet in der zweiten Jahreshälfte starke Nachfrage aus China, vor allem aus der Automobilindustrie.

Die Berenberg Bank empfiehlt die Aktie ebenfalls mit einem Kursziel von 71 Euro zum Kauf. Analyst Benjamin Gläser wies unter anderem auf die attraktive Bewertung des Unternehmens hin. Zudem könnten mögliche Zukäufe das Wachstum weiter stärken.

Gewinne

Der Cap des Discount-Zertifikats der Deutschen Bank auf Dürr ist mit 60 Euro vergleichsweise konservativ gewählt. Er befindet sich unterhalb des aktuellen Aktienkurses des Maschinenbauers, der bei 64,80 Euro notiert. Das Produkt wird am 17. Juni 2015 bewertet und am 22. Juni ausgezahlt. Aktuell kann das Discount-Zertifikat zu 55,12 Euro gekauft werden. Bis zum Cap von 60 Euro beträgt die maximale Ertragschance 4,88 Euro oder 8,9 Prozent. Falls die Dürr-Aktie am Bewertungstag unterhalb von 60 Euro notiert, bekommen Investoren pro Zertifikat eine Dürr-Aktie ins Depot eingebucht.

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