Mit einem garantierten Zins von drei Prozent sind die Zertifikate eine Alternative zu Sparbuch und Anleihe
Swing-Papiere brauchen Schwankungen

Konservative Anleger, die eine Alternative zu den mickrigen ein bis zwei Prozent Zinsen auf ihrem Sparbuch suchen, lockt die Deutsche Bank seit kurzem mit einem neuen Garantiezertifikat: Dem Swing-Lock-In-Zertifikat (ISIN DE000DB091J5).

FRANKFURT/M. Es garantiert seinen Besitzern zur Fälligkeit im September 2011 neben ihrem eingesetzten Kapital eine jährliche Verzinsung von mindestens drei Prozent. Seit einer Woche wird dieses Papier an der Börse gehandelt. „Kapitalgarantierte Zertifikate mit geldmarktnaher Verzinsung, die bei einem bestimmten Ereignis einen Zusatzertrag bringen, sind derzeit bei den Zertifikate-Anlegern sehr gefragt“, berichtet Harald Norbisrath, Vertriebsleiter Private Kunden bei der Frankfurter Sparkasse (Fraspa).

Dem Swing-Zertifikat liegt ein Aktienkorb aus 25 internationalen Aktien zu Grunde, darunter Citigroup, Microsoft und Sony. Wenn diese Werte stark schwanken, ist das gut für den Anleger – ob die Aktien steigen oder fallen ist dabei egal. Denn je stärker sich diese 25 Wertpapiere bewegen, desto höher fällt der Kupon, also die jährliche Verzinsung, für das Zertifikat aus. Die Idee: Der Anleger partizipiert zu 70 Prozent an der Veränderung derjenigen Aktie aus dem Aktienkorb, die am wenigsten schwankt. Das passiert dann, wenn der Anleger dadurch mehr als die ursprünglich garantierten drei Prozent Zinsen bekommt. Managementgebühren oder ein Fremdwährungsrisiko fallen nicht an. Ob die Aktienmärkte grundsätzlich steigen oder nachgeben spielt für das Zertifikat keine Rolle. Auch andere Emittenten haben ähnlich konstruierte Produkte seit ein bis zwei Jahren im Angebot: Sie alle sind mit einem Aktienkorb unterlegt und garantieren eine Basisverzinsung, wobei sie mögliche höhere Zinsen in Aussicht stellen.

Ein Beispiel: Sollte sich die Sony-Aktie bis zum ersten Stichtag am 1. September 2005 um zehn Prozent bewegen und damit von allen Papieren im Aktienkorb der Wert mit der geringsten Schwankung sein, erhöht sich die jährliche Zinszahlung für das Swing-Zertifikat um von drei auf sieben Prozent. Diese sieben Prozent gelten dann – dank des so genannten Lock-In Mechanismus dieses Zertifikats – auch für alle Folgejahre als neuer Mindestzins. Die Höhe des jährlichen Kupons kann also nur ansteigen oder konstant bleiben, auf keinen Fall kann sie wieder fallen. Eine Rückrechnung der Deutschen Bank hat ergeben, dass dieses Zertifikat von Januar 1990 bis Juli 2004 eine Verzinsung von jährlich sieben Prozent gebracht hätte – allerdings betonen Anlageexperten immer wieder, dass von derartigen Betrachtungen nicht auf die künftige Wertentwicklung geschlossen werden kann.

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