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Nach dem Kurssturz
Ausverkauf bei Gold?

Finanzkrise überstanden, niedrige Inflation und günstige Rohstoffe: Gold ist billig wie seit knapp drei Jahren nicht mehr. Die Frage lauten nun: Wie tief wird der Preis fallen? Und wie können Anleger davon profitieren?
  • 70

DüsseldorfDas Edelmetall ist heutigen Freitag  unter die Marke von 1.200 Dollar gefallen. So tief wie seit drei Jahren nicht mehr.  Zwischen April und Juni hat der Goldpreis damit ein Viertel seines Wertes eingebüßt und damit auf Quartalssicht nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters so viel verloren wie seit mindestens 1968 nicht mehr. Ein elf Jahre währender Anstieg des Goldpreises, der im September 2011 mehr als 1.900 Dollar erreicht hatte, ist Geschichte.

Nach der großen Finanzkrise und während der Euro-Krise war es vor allem die Angst, die viele Menschen ins Gold trieb. Und weil der Preis seit dem Jahr 2000 schon ordentlich angezogen hatte, schien das eine sichere Sache zu sein. Die Phase der Angst ist aber endgültig vorbei.

Viele Investoren fürchten, dass es mit dem Goldpreis noch weiter bergab geht. „Schnäppchenjäger halten sich vorerst zurück“, kommentierte George Gero von RBC Capital gegenüber dem „Wall Street Journal“. Die Analysten kommen mit ihren Prognosen dem Markt gar nicht mehr hinterher: Morgan Stanley senkte sie für 2013 von 1.487 auf 1.409 Dollar und rechnet bis 2015 jetzt mit einem anschließenden Rückgang auf 1.300 Dollar, was immer noch über dem aktuellen Niveau liegt.

„Obwohl wir langfristig einen weiteren Goldpreisrückgang erwarten, ist das kurzfristige Bild alles andere als klar“, schreibt Goldman Sachs in einer Studie. Die jüngste Korrektur preist ein, dass die US-Notenbank schneller aus ihren Wertpapierkaufprogrammen aussteigen und schneller den Leitzins wieder anheben wird, als dies von Goldman Sachs erwartet wird. Jedoch bewegt der Mittelabfluss aus Goldfonds sowie die Dynamik der Korrektur im Goldpreis die Analysten dazu, ihr Jahresendziel für den Goldpreis von 1.435 auf 1.300 Dollar zu senken.  Die Analysten senken auch ihr Kursziel für das Jahresende 2014. Dann werde der Goldpreis bis auf 1.050 Dollar gesunken sein – bislang war man noch von 1.270 Dollar ausgegangen.

Kommentare zu "Ausverkauf bei Gold?"

Alle Kommentare
  • Wenn es die ANALysten nicht gäbe, hätten wir weniger zu lachen :-)

  • "Finanzkrise überstanden, ..."

    HAHAHA, ich lach' mich schlapp. Das dicke Ende kommt erst noch. Dagegen waren die Probleme bis jetzt nur ein laues Lüftchen im Sommer.

  • "Finanzkrise überstanden, niedrige Inflation und günstige Rohstoffe"

    DÜMMER GEHT'S NIMMER !!!!!

  • Endlich mal ein Bericht, der den Unterschied erklärt von ETC's, Funds & Fonds. Da die Anlageklasse in Gold und auch die in Immobilien sehr konservativ sind, konnten die Spekulanten recht schnell ihre finaziellen Engpässe durch den Verkauf von ETC's kompensieren. Da der Trend jetzt auf fallende Kurse zeigt, steigen mehr und mehr kurzfristige Trader auf den fahrenden Zug.
    Kurzfristig nach vollziehbar. Mittelfristig zweifelhaft. Denn die Realen Werte haben sich für Gold und Immobilien nur unwesentlich verschlechtert. Wenn man also das Geldmengenwachstum der letzten 6 Jahre mit der jetzigen Inflation und den aktuellen Preisen der Sachwerte (Sondervermögen) vergleicht, der wird schnell erkennen, das das Spiel gerade erst anläuft. Achtet auf die Fundamentaldaten, und nicht auf Wetten auf oder gegen einen Kurs. (Beispiel, wenn 2008 100% der Geldmenge im Markt ist, und ein Haus 200000€ kostet, und 2014 450% im Markt sind, was kostet dann 2014 das Hausund der Barren Gold?)

  • Kontraindikatoren, das sind Analysten und Wirtschaftsjournalisten. Beide "Stände" verstehen es vortrefflich uns morgen erklären zu können, warum das, was sie uns heute gesagt haben bereits gestern als falsch absehbar war.

    Man könnte sie auch Dummschwätzer nennen.

    PS: Seltsam, zwar kenne ich viele reich gewordene Verschwöööhrungstheoretiker aber keinen reichen Analysten oder Wirtschaftsjournalisten. Sowas aber auch...

  • Sie sagen es !!

  • "Finanzkrise überstanden, niedrige Inflation und günstige Rohstoffe"

    LOOOOOL Jaja, da ist ja sogar Honecker ein Waisenknabe gegen die Propaganda die hier so geboten wird :D Niedrige Inflation, Krise überstanden LOL :D Sorry ich würde gern deutlicher werden und euch fragen ob ihr in der Redaktion....naja lassen wir das :D

    Gesundheit

  • O-Ton Handelsblatt
    ----------------------
    Die Frage lauten nun: Wie tief wird der Preis fallen?
    ----------------------

    Die Bestände der Notenbanken und Spekulanten können den tatsächlichen Goldverbrauch der nächsten 50 Jahre decken.

    Und sollte Gold in Asien aus der Mode kommen, dann für 100 Jahre.

    Für ein Material mit derart aberwitzig hohen Beständen wie Gold sind Förderkosten für die nächsten 50 bis 100 Jahre keine nachhaltige Preisuntergrenze.

    Eine "untere Preisgrenze" für Gold wäre allenfalls der Preis von Metallen für das Gold als Ersatz dienen könnte.

    Also z.B. der Preis von Silber, das Gold als dekoratives Metall (teilweise) ersetzen könnte.

    Denn Silber hat eine hohe industrielle Nachfrage und - im Vergleich zu Gold - nur geringe spekulative Bestände. Hier gibt es reale Preisuntergrenzen aufgrund von Förderkosten, die allenfalls temporär unterschritten werden können.

    +++

    O-Ton Handelsblatt
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    Und wie können Anleger davon profitieren?
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    Indem sie die Finger von dem Spekulantenmetall mit geringem Nutzwert lassen.

  • Wie dramatisch muss die Lage für den Euro sein wenn das Handelsblatt das tägliche Dauerfeuer gegen Gold so drastisch erhöht?

    Spekulatives Investment?
    Das teuerste Unternehmen der Welt Apple ist stärker als Gold abgestürzt. Von der ehemaligen teuersten Marke Europas Nokia redet heute ja schon gar niemand mehr.

    Immobilien?
    In nicht wenigen eiropäischen Ländern schon stärker als Gold im Preis gefallen.

    Anleihen?
    Hair Cuts und Bail-Ins unvermeidlich sollte die EZB die Notenpresse nicht weiter rotieren lassen.
    Da drohen 100% endgültiger Wertverfall und nicht nur Preisschwankungen.

    "Denn zum Schutz der Anleger verlangen aufsichtsrechtliche Vorgaben von Investmentfonds, dass sie ihr Vermögen breit streuen und mehr als nur in einen Rohstoff investieren."
    Was für eine Ironie. Der Fond mit 100% griechischen Staatsanleihen wäre dagegen erlaubt.

  • O-Ton Handelsblatt
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    Die Frage lauten nun: Wie tief wird der Preis fallen?
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    Die Bestände der Notenbanken und Spekulanten können den tatsächlichen Goldverbrauch der nächsten 50 Jahre decken.

    Und sollte Gold in Asien aus der Mode kommen, dann für 100 Jahre.

    Für ein Material mit derart aberwitzig hohen Beständen wie Gold sind Förderkosten für die nächsten 50 bis 100 Jahre keine nachhaltige Preisuntergrenze.

    Eine "untere Preisgrenze" für Gold wäre allenfalls der Preis von Metallen für das Gold als Ersatz dienen könnte.

    Also z.B. der Preis von Silber, das Gold als dekoratives Metall (teilweise) ersetzen könnte.

    Denn Silber hat eine hohe industrielle Nachfrage und - im Vergleich zu Gold - nur geringe spekulative Bestände. Hier gibt es reale Preisuntergrenzen aufgrund von Förderkosten, die allenfalls temporär unterschritten werden können.

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    Und wie können Anleger davon profitieren?
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    Indem sie die Finger von dem Spekulantenmetall mit geringem Nutzwert lassen.

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