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Anleger küssen einen alten Index wach

Ein fast vergessener Aktienindex wird wiederentdeckt. Eine kleine, aber doch bedeutende Veränderung lässt den FAZ-Index ins Visier der Anleger rücken. Auch bei den Banken horchen die Experten auf - und reagieren.
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DüsseldorfEs gibt nur noch wenige weiße Flecken auf der Index-Landkarte, die Zertifikateemittenten noch nicht mit passenden Papieren belegen konnten. Im Juni lief die Emissionsmaschinerie aber wieder an. Grund ist nicht ein neuer Index, sondern das „Revival“ eines alten Hasen. Denn seit wenigen Wochen wird der FAZ-Index der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht mehr nur einmal täglich, sondern zwischen neun und 17.30 Uhr sekündlich berechnet. „Mit der Realtime-Berechnung haben wir endlich die Möglichkeit, unterschiedliche Zertifikate auf den Index zu emittieren“, bestätigt Nicolai Tietze, Zertifikateexperte der Deutschen Bank.

Auch andere Emittenten wurden aktiv, sodass es inzwischen schon vier Indexzertifikate auf das 1961 aufgelegten Kursbarometer gibt. Neben dem Deutsche-Bank-Papier (WKN: DE1FAZ) bieten die Commerzbank (WKN: CK15Z5), die Société Générale (WKN: SG2FAZ), die Hypo-Vereinsbank (WKN: HV3FAZ) und neuerdings auch die UBS (ISIN: DE000UB9FAZ9) entsprechende Zertifikate an.

Anfang September bringt die Landesbank Baden-Württemberg ein Garantiezertifikat auf den FAZ-Index heraus (WKN: LB1FAZ), das bereits gezeichnet werden kann. Der Kapitalschutz greift – wie üblich – erst am Ende der Laufzeit, hierbei nach sechs Jahren. Im Gegenzug wurde die Teilnahme der Anleger an Kursgewinnen auf 150 Prozent des Startwertes, der am 2. September festgelegt wird, begrenzt.

Der FAZ-Index unterteilt die 100 Indexmitglieder in zwölf Branchen, das höchste Gewicht hat der Sektor Chemie & Pharma, danach folgen IT & Elektronik und Auto & Zulieferindustrie. Zwar wird er oftmals neben den
Dax gestellt, der ihn in punkto internationaler Bekanntheit längst abgehängt hat, doch ein Vergleich mit dem HDax wäre sinnvoller. Der HDax setzt sich aus den insgesamt 110 Unternehmen aus Dax, MDax und TecDax zusammen, deckt also einerseits die großen börsennotierten Konzerne, andererseits die mittelgroßen und die Technologiefirmen ab.

Dabei gibt es viele Gemeinsamkeiten zwischen FAZ-Index, Dax und HDax: Alle 30 Dax-Konzerne sind Bestandteil des FAZ-Index und weitere 58 Unternehmen finden sich sowohl im FAZ-Index als auch im HDax wieder. Das heißt, unter dem Strich sind 88 Prozent der Unternehmen aus dem FAZ-Index im HDax enthalten.

Mit dem Pendant des FAZ-Index wären Anleger in den vergangenen Jahren erfolgreicher gewesen. Denn bei der Wertentwicklung schneidet der HDax besser als der FAZ-Index ab: Im Einjahresvergleich verbucht der HDax ein Minus von gut drei Prozent, knapp dahinter liegt der Dax und an dritter Stelle folgt der FAZ-Index mit einem Minus von etwas mehr als acht Prozent. Im Dreijahresvergleich wird der Unterschied noch deutlicher: Gut acht Prozent Minus bei HDax und Dax gegenüber einem Minus von mehr als 25 Prozent beim FAZ-Index (Stand: 10. August).

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  • der Index stünde bei Null.
    Gezahlte Dividenden sind nicht "als Bargeld" enthalten sondern sie werden reinvestiert - sie erhöhen also die Im Index enthaltene Aktienstückzahl. Und wenn die Aktie bei Null steht, ist deren (erhöhte) Anzahl auch Null wert.

  • Eins würde mich interessieren, falls jemand hier freundlicherweise die Frage beantworten könnte: Wenn bei Performance-Indices die Dividende mitgerechnet wird, dann dürften diese Indices, da die Dividende nicht zurückgefordert werden kann, selbst dann nicht auf Null fallen, wenn ALLE Aktien des Indices auf Null fallen. Es bliebe als Restwert das, was bereits ausgezahlt wurde. Welchen Wert hätte der DAX, wenn sämtliche 30 DAX-Werte auf Null fielen?
    Was ich natürlich nicht wünsche! Es handelt sich um rein akademisches Interesse ;-)

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