Neue Produkte
Auf boomende Rohstoffe setzen

Nicht nur Gold und Silber glänzt in den Depots. Immer mehr Anleger entdecken auch Brent-Öl, Erdgas, Kupfer, Aluminium, Weizen und Mais. Und die Finanzbranche bringt immer neue Produkte auf dem Markt.
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FrankfurtSeit Jahren ist die Investmentbranche bestrebt, Privatanlegern die Vorteile von Rohstoff-Investments  schmackhaft zu machen. Doch Rohstoff-Zertifikate, die ohne Laufzeitende konzipiert werden, haben mit einem schweren Mangel zu kämpfen: Es ist nahezu unmöglich, sogenannte Rollverluste zu vermeiden.

Der Grund dafür liegt in der grundsätzlichen Struktur der Zertifikate und des Rohstoffmarktes: Zertifikate auf Rohstoffe investieren nämlich nicht in die Rohstoffe selbst, sondern in Rohstoff-Futures. Diese müssen jeden Monat ausgetauscht werden, denn anders als die betreffenden Open-End-Zertifikate haben Futures immer ein Laufzeitende.

Das Problem dabei:  Sehr oft sind Futures mit späterem Ablaufdatum teurer als Futures mit kürzerer Laufzeit. Deshalb entstehen beim monatlichen Future-Tausch oft Rollverluste. Fürs gleiche Geld bekommt man plötzlich

weniger neue Futures. Wenn das jeden Monat passiert, verliert das investierte Kapital schnell an Wirkkraft. Es ist so, als ob man am Anfang ein Fass Öl kauft und die Blechtonne, die geliefert wird, am Ende nur noch halb voll ist.

Auch den Emittenten ist diese Problematik natürlich bekannt. Sie versuchen seit Jahren mit immer neuen  Tricks, die Rollproblematik auszuhebeln. So auch die DZ Bank, die seit einigen Tagen mit einer roll-optimierten Indexfamilie den Rohstoffmarkt ganz neu für sich entdeckt hat.

Das Konzept: Beim neu entwickelten DZ Best Commodity Index und bei Sub-Indizes, die darunter zusammengefasst sind, wird völlig unabhängig vom aktuell im Zertifikat abgebildeten Future jeden Monat in einen neuen Future investiert, zu dessen Vorläufer-Future – also der Future mit einem Monat weniger Laufzeit – eine möglichst geringe Preisdifferenz besteht. Zudem muss der jeweilige Future ein Mindestvolumen an Handel aufweisen.

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  • Keine Rendite auf Kosten der Ärmsten
    Jeder kann auf Geldanlagen verzichten, die Mensch und Umwelt schaden! Keiner braucht Finanzprodukte, die auf Kosten der Ärmsten mit Nahrungsmitteln spekulieren! Dafür setzt sich die Initiative handle-fair.de ein!

  • Jetzt weichen Sie auf einen gesellschaftspolitischen Aspekt aus, der noch nicht einmal zutrifft. Gerade asiatische Gesellschaften haben ein sehr ausgeprägtes Solidargemeinschaftsdenken, wo das Individuum und seine Bedürfnisse sich am Gemeinwohl orientieren. Den Vulgärdarwinismus teile ich nicht. Im Übrigen verstehen Sie "Sevival of the fittest" völlig falsch. The fittest ist nicht der, der aufgrund eigenen Handelns einen Vorzug oder Vorsprung erringt. Fittest ist der, der Eigenschaften besitzt, d.h. In jeder hinreichend großen Menge ‚de novo‘ synthetisierter Makromoleküle gibt es immer solche Varianten, die innerhalb der Population optimal den Umweltbedingungen angepaßt sind und daher reproduzierbar selektiert werden. Das ist etwas ganz anderes, als Ihr menschenverachtender Sozialdarwinismus.

  • Hier in Südostasien gibt es zum Glück nicht dieses sozialistisch schwachsinnige Solidargemeinschaftsdenken. Hier ist jeder sich selbst überlassen, was auch individuelle Versicherungen = Absicherungen betrifft.
    Frei nach Darwin: Survival of the fittest!

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