Neue Zertifikate-Familie der Deutschen Bank: Airbag peppt Daimler-Chrysler-Zertifikat auf
Anlegen mit Absicherung und Hebel

Die Deutsche Bank lockt Investoren mit ihrem Pepp-Zertifikat auf Daimler-Chrysler. Das ist ein börsengehandeltes Wertpapier, das an den Kurs der Daimler-Chrysler-Aktie gekoppelt ist. Für Anleger, die nicht auf der Hauptversammlung stimmen wollen, ist das nicht ganz Risiko-freie Zertifikat besser als die Aktie.

pga FRANKFURT/M. Mit steigenden Aktienkursen hat der Automobilkonzern Daimler-Chrysler in den vergangenen zwölf Monaten seine Anleger erfreut. Doch nach dem Rückzug bei Mitsubishi Motors und dem Hyundai-Ausstieg müssen sich die Stuttgarter eine neue Asienstrategie überlegen. Investoren, die an weiter steigende Kurse glauben, sich aber absichern wollen, lockt die Deutsche Bank mit ihrem Pepp-Zertifikat auf Daimler-Chrysler. Das ist ein börsengehandeltes Wertpapier, das an den Kurs der Daimler- Chrysler-Aktie gekoppelt ist.

Als es Anfang Mai auf den Markt kam, kostete es 37,50 Euro – soviel wie die Aktie. Zu Verlusten kommt es für den Anleger bei Fälligkeit des Zertifikats allerdings erst, wenn der Aktienkurs zu diesem Zeitpunkt auf oder unter die Marke von 28,13 Euro fällt. Für diese Art Airbag sorgt ein eingebauter Absicherungslevel bei 28,13 Euro. Wenn der Aktienkurs schon während der zweijährigen Laufzeit auf oder unter dieses Niveau fällt, ist der eingebaute Risikopuffer ein für allemal weg. Sollte der Aktienkurs des Autobauers bei Endfälligkeit dagegen über 37,50 Euro steigen, verdient der Investor 1,2mal soviel wie mit der Aktie.

Das Pepp-Zertifikat auf Daimler-Chrysler ist nur eines aus einer ganzen Familie gleichnamiger Zertifikate, die die Deutsche Bank mit einer Laufzeit von zwei Jahren anbietet. Außer auf den Stuttgarter Konzern können Anleger auf insgesamt zehn deutsche und zehn europäische Dividendentitel sowie den Euro-Stoxx, den Nikkei-225 und den Osteuropaindex CECE setzen. Alle Pepp-Zertifikate versprechen im Vergleich zur Direktanlage in Aktie oder Index zur Endfälligkeit höhere Gewinne bei steigenden Kursen und weniger Risiko bei Verlusten. Gemeinsam ist ihnen der Risikopuffer und der Hebel.

Das bezahlt der Anleger allerdings damit, dass ihm keine Dividenden ausgeschüttet werden. Denn über die finanzieren sich die Pepp-Zertifikate: Die Deutsche Bank kassiert die Dividenden der zugrunde liegenden Aktien, gibt sie aber nicht weiter. „Bei stagnierenden Aktienkursen schneiden Zertifikateinhaber dadurch schlechter ab als Aktienbesitzer, denen einmal jährlich Dividenden ausgeschüttet werden“, bemerkt dazu Martin Stötzel von der auf Zertifikate spezialisierten Vermögensverwaltung Rhein Asset Management AG.

Auch wenn sich der Aktienkurs dem Absicherungslevel stark annähert, wird es für den Zertifikate-Besitzer brenzlig: Da das Zertifikat dann immer unattraktiver wird, kann der Anleger es auch immer schwerer verkaufen. Die Deutsche Bank stellt zwar fortlaufend An- und Verkaufskurse, ist dazu aber rechtlich nicht verpflichtet. Generell müssen Zertifikate-Anleger auch die Bonität des Emittenten beachten. Ist er pleite, gehen sie am Laufzeitende leer aus.

Dennoch: „Für Anleger, die nicht auf Hauptversammlungen stimmen wollen, ist ein Pepp-Zertifikat die bessere Alternative als eine Aktie“, sagt Stefan Armbruster von der Deutschen Bank.

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