Neuer Redkordwert
Derivate-Angebot wächst umgebremst

Innerhalb eines Jahres ist das Angebot am deutschen Derivatemarkt um rund 73 Prozent gewachsen. Die Emissionsflut stellt die Börsen vor Herausforderungen.
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FrankfurtDer deutsche Derivatemarkt hat nach einem kurzen Durchhänger wieder kräftig zugelegt. Ende Juli 2011 waren an den beiden Derivatebörsen Euwax und Scoach 766.392 Zertifikate und Hebelprodukte gelistet, wie eine am Freitag veröffentlichte Statistik des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) zeigt. Damit hat das Angebot gegenüber Ende Juni um sieben Prozent auf einen neuen Rekordwert zugelegt.

Im Juni war die Zahl der Derivate zurückgegangen, weil die Laufzeiten vieler Produkte geendet hatten. Gleichzeitig hatten die Banken weniger neue Produkte emittiert. Im Juli brachten die Emittenten insgesamt rund 139.000 neue Derivate auf den Markt. Dabei lag der Schwerpunkt dem DDV zufolge auf Hebelprodukten wie Optionsscheinen und Knock-Outs. Innerhalb eines Jahres ist das Angebot am deutschen Derivatemarkt um rund 73 Prozent gewachsen.

Experten führen das beschleunigte Wachstum auf den zunehmenden Wettbewerb unter den Emittenten zurück. Nach der Branchenkrise haben viele kleinere und neue Anbieter Chancen gewittert, ihre Marktanteile auszubauen. Datenanbieter wie Börsen stellt die Emissionsflut vor große Herausforderungen.

Denn ihre Systeme müssen damit fertig werden, für immer mehr Produkte ständig neue Kurse zu verarbeiten. Gleichzeitig werden Experten zufolge nur etwa zehn Prozent der gelisteten Derivate überhaupt gehandelt. Dennoch sind Versuche, das wachsende Angebot zu bremsen, bislang gescheitert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Im Quartalsbericht der BIZ 06/2008 geht hervor, dass die Bankster weltweit auf ca.600 Billionen Dollar absolut wertloser Papierschnipsel sitzen, aus den Bilanzen ausgelagert, um sie vor dem sofortigem Kollaps zu bewahren. http://www.bis.org/press/p080609_de.pdf

    Banken verursachen Schäden, für die wir alle bezahlen
    http://www.wiwo.de/finanzen/punkt-3-banken-verursachen-schaeden-fuer-die-wir-alle-bezahlen-423738/

    Die Wert-Zerstörer. Banker, die in der Londoner City arbeiten und jährlich zwischen 500.000 und zehn Millionen Pfund einstreichen, zerstören für jedes Pfund Sterling, das sie an Wert schaffen, sieben Pfund Gemeinschaftsvermögen, heißt es in einer Studie des britischen Thinktanks nef.

    „Ein kriminelles Schneeballsystem“
    http://www.focus.de/finanzen/news/tid-19161/finanzkrise-ein-kriminelles-schneeballsystem_aid_530768.html

    Derivate – schlimmer als die Pest
    http://www.siggi40.magix.net/public/Fotos/Derivate.png

    Der globale Systemausfall - den haben wir noch vor uns
    Die Grössenordnung des Derivatemarktes, der etwa das 530-fache der amerikanischen Geldmenge M1 beträgt, das 34-fache des US-Bond-Marktes (25.2 Bio. USD Stand 2006), das 19-fache des weltweiten Anleihemarktes (44.9 Bio. USD Stand 2006) und etwa das 24-fache des weltweiten Aktienmarktes (36.6 Bio. USD Stand Oktober 2008) zeigt, dass das Problem der dort angehäuften tickenden Zeitbomben nur noch in einem Supergau an den internationalen Finanzmärkten enden kann. Ein Ausfall von nur 5 % aller weltweiten Derivate würde nahezu das gesamte Weltbruttosozialprodukt eines Jahres vernichten.

    Der Derivate Super-Gau
    http://www.wissensnavigator.com/documents/DerivateSupergau.pdf

    Derivate – der größte Betrug der Menschheitsgeschichte
    http://www.ftd.de/finanzen/derivate/:aufarbeitung-der-finanzkrise-derivate-eine-tueckische-sache/50136279.html

    Ohne einen Reset im Finanzsystem und einer Trennung von Geschäfts- und Zockerbanken, wird es keinen Aufschwung in den westl. Ind.staaten geben.

  • Wer nach Lehmann noch in Derivate investiert ist selbst schuld!

    Zertifikate sind Wetten gegen die Bank (!), wobei diese sofort 100% des Wetteinsatzes erhält, keine (!) Sicherheiten leistet und die Wettregeln nachträglich (!) ändern kann.

    Wie gesagt, Käufer sind selbst schuld, aber letzendlich gilt: GIER FRISST HIRN!

  • ... das kommt davon, wenn man sich eine sozialistische, inkompetente, dummdreiste, mecklenburgische Landpute als Kanzlerin leistet.

    Selbst ein mittelmäßig begabter Sonderschüler hätte dieses Problem längst im Griff.

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