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Neues „Torwart“-Zertifikat: „Rolling Deep“ mit Rendite-Kick

Bemerkenswert robust präsentieren sich in diesen Tagen die internationalen Aktienmärkte. Weder die barbarischen Terroranschläge von London noch die anhaltende Rekordjagd beim Ölpreis konnten den Indizes per saldo etwas anhaben.

Der Dax (zwischenzeitlich auf unter 4.450 Punkte abgesackt) büßte im Wochenvergleich gerade einmal 26 Punkte oder 0,6 Prozent ein, dem Euro Stoxx 50 gelangen sogar 0,5 Prozent Plus und veritable 1,4 Prozent Gewinn im Dow Jones Industrial Average sorgen dafür, dass die Performance-Lücke zwischen Europa und den USA wieder ein bisschen kleiner geworden ist. Kein Wunder also, dass auf dem Boulevard gleich wieder die Mär von den herzlosen und gefühlskalten Börsianern die Runde machte – mindestens 49 Menschen sterben, Hunderte sind zum Teil schwer verletzt und auf dem Parkett heißt es nach einer Schrecksekunde von nicht einmal einem halben Tag schon wieder „business as usual“.

Terror-Gefahr ist eingepreist

Es mag abgebrüht klingen, doch seit am 11. September 2001 eine neue Epoche des globalen Terrorismus begonnen hat, wurde dieses Risiko sukzessive in die Kurse eingepreist. Anschläge wie im März 2004 in Madrid oder jetzt in London, deren historische Dimension bei aller Tragik doch deutlich hinter den Attacken auf das World Trade Center zurückbleibt, erfordern deshalb keine fundamentalen Neubewertungen mehr – auch weil man gerade in Spanien (ETA) und Großbritannien (IRA) schon lange genug mit terroristischer Bedrohung leben musste. Insofern war es geradezu zwangsläufig, dass die tonangebenden institutionellen Investoren am Mittwoch nur kurzzeitig in die vermeintlich krisensicheren Anleihen geflüchtet sind, um dann schon am Nachmittag in den Aktienmarkt zurückzukehren: Abgesehen von den Agrarrohstoffen bietet momentan (!) keine andere Asset-Klasse ein dermaßen attraktives Chance/Risiko-Profil wie europäische Standardwerte und selbst wer sich nicht von vergleichsweise niedrigen Kurs/Gewinn-Verhältnissen und hohen Dividendenrenditen beeindrucken lässt, muss doch anerkennen, dass es schlichtweg an Rendite versprechenden Alternativen mangelt.

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Ölpreis kann zum „Konjunktur-Killer“ werden

Anlass zu besonderer Euphorie besteht trotzdem nicht. Die Ereignisse von London zeigen, dass die Hydra Al-Qaida auch im Jahr vier des aussichtslosen „Kriegs gegen den Terror“ nichts von ihrer mörderischen Schlagkraft eingebüßt hat. Kaum auszudenken, wenn die barbarischen Gotteskrieger sich beim nächsten Anschlag statt der Londoner U-Bahn das mindestens ebenso verrottete Leitungsnetz der britischen Hauptstadt vornehmen und eins der zahllosen Lecks nutzen, um Blausäure ins Trinkwasser einzuleiten. Ein menschliches, ökologisches und wirtschaftliches Katastrophen-Szenario, das leider nicht mehr undenkbar ist, sich jedoch nicht ex ante in Aktienmarkt-Bewertungen einpreisen lässt.

Ein bereits jetzt sehr realer Belastungsfaktor ist dagegen der Ölpreis: Sollte das „schwarze Gold“ sich oberhalb von 55 US-Dollar etablieren können, ist eine empfindliche Abkühlung der Weltkonjunktur wohl kaum mehr abzuwenden – und angesichts der Euro-Schwäche schlägt die aktuelle Verteuerung fossiler Brennstoffe hierzulande ohnehin mit Hebel auf Unternehmen und Verbraucher durch.

Neue Produkt-Initiative der ZertifikateJournal-Redaktion

Grund genug also, bei allen Chancen, die Sie mit Bonus- oder Protect Outperformance-Zertifikaten optimal nutzen können, auch die Defensiv-Abteilung des Portfolios nicht zu kurz kommen zu lassen. Dass dies freilich einfacher gesagt als getan ist, haben wir schon im ZertifikateJournal Nr. 17/04 festgestellt: Angesichts der historisch niedrigen Zinsen sind Kapitalgarantien dermaßen teuer, dass kaum noch Kapital für eine Performance-Komponente übrig bleibt, mit der sich über der Geldentwertung liegende Netto-Renditen erwirtschaften lassen – nicht umsonst denken sich die Emittenten permanent neue Kupon-Mechanismen aus, die bisweilen so undurchsichtig sind, dass man ihre fragwürdige Werthaltigkeit erst auf den zweiten Blick erkennt.

Auch die von ABN Amro ersonnenen „Deep Bonus“-Zertifikate lösen das Dilemma nicht. Der Verzicht auf eine definitive Garantie zugunsten eines sehr großzügig bemessenen Schwellenpuffers ermöglicht zwar 100 Prozent Partizipation nach oben, doch Geld zu verdienen ist damit nur, wenn der Basiswert auch tatsächlich steigt. Entsprechend unserer Ankündigung, bei Bedarf Ergänzungsprodukte zu den Teilbereichen der „ZertifikateJournal Portfolio Strategie“ (ISIN NL 000 041 377 1) zu initiieren, sind wir deshalb nun erneut aktiv geworden und haben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank das „Deep Momentum“-Zertifikat (ISIN DE 000 DB6 CWR 4) entwickelt – eine 80/20-Strategie, die einen dynamischen Kapitalschutz mit einer marktneutralen Aktienmarkt-Partizipation verbindet.

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