Öl-Investment
Fallender Ölpreis – hohe Rendite

Der Ölpreis fällt und fällt. Deshalb haben sich zuletzt viele Anleger von Öl-Aktien getrennt. Das kann jedoch ein Fehler sein, denn die Großen der Branche verdienen auch dann, wenn der Ölpreis niedrig ist.
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DüsseldorfDie Fahrt zur Tankstelle hat in den vergangenen Monaten etwas von ihrem Schrecken verloren, denn die Benzinpreise sind gefallen. Grund dafür ist der nun schon seit Mitte Juni rasch sinkende Ölpreis. Konkret: Am 20. Juni kostete ein Fass Öl der Sorte Brent noch fast 115 Dollar. Inzwischen liegt der Preis bei weniger als 84 Dollar.

Für den Rückgang werden verschiedene Gründe genannt. Als Hauptursache gilt die sinkende Nachfrage, vor allem aus China, dem weltweit größten Ölimporteur. Derzeit werden täglich rund 1,5 Milliarden Barrel Öl mehr gefördert als der Markt benötigt. Doch allein mit sinkender Nachfrage lässt sich der Preissturz nicht erklären. Denn theoretisch könnten die erdölexportierenden Staaten die Fördermenge reduzieren. Doch es gibt politische Gründe, warum das nicht passiert.

Einen Hinweis darauf, dass es nicht nur um Angebot und Nachfrage geht, gibt die Preis-Entwicklung bei der Ölsorte West Texas Intermediate (WTI): Deren Preis sank ebenfalls seit Juni, und zwar von rund 107 auf aktuell weniger als 78 Dollar. Ein Barrel Brent-Öl kostet also rund fünf Dollar mehr als ein Fass der Sorte WTI.

Nun ist Öl nicht gleich Öl. Je nachdem, wo es gefördert wird und wie es zusammengesetzt ist, unterscheidet sich die Qualität und damit auch der Preis. Die beiden Ölsorten West Texas Intermediate und Brent sind sogenannte leichte Rohöle. Das eine wird in den USA, das andere in der Nordsee zwischen den Shetland-Inseln und Norwegen gefördert.

„Brent war früher preiswerter als WTI, welches etwas weniger Schwefel enthält und somit hochwertiger ist“, erklärt Eugen Weinberg, Rohstoffexperte bei der Commerzbank. Doch aktuell ist WTI günstiger. „Ein Grund ist die größere Abhängigkeit der Europäer von Ölimporten aus dem Nahen Osten und Afrika. Mit Nordseeöl alleine läuft die europäische Industrie eben nicht rund.“

Einen großen Einfluss haben die politische Instabilität und die offenen Konflikte in der arabischen Welt von Libyen bis Syrien. „Dies sorgt dafür, dass Brent-Öl lange Zeit teurer war als dies allein durch Angebot und Nachfrage erklärbar gewesen ist“, erklärt Eugen Weinberg. „Gleichzeitig konkurriert Saudi-Arabien in den USA mit der aufblühenden Fracking-Industrie. Je billiger die Saudis ihr Öl jetzt anbieten, desto weniger rechnen sich in den USA neue Fracking-Projekte“, so Weinberg. Saudi-Arabien hat fast die Hälfte seines Anteils am Ölmarkt in den USA verloren. Diesen Abwärtstrend wollen die Saudis stoppen. Ein niedrigerer Ölpreis ist für sie also eine Art Zukunftsinvestition.

Pikant dabei: Auf seine Kollegen der OPEC – der Organisation erdölexportierender Länder – will Saudi-Arabien offensichtlich keine Rücksicht mehr nehmen. Das Kartell ist zerstritten und nahezu handlungsunfähig. „An den Hebeln der Macht sitzen in Staaten wie Irak, Libyen oder Venezuela Politiker, die aufgrund der Lage in ihren Ländern nur wenig Interesse daran haben, strategisch vorauszudenken. Von einer abgestimmten Preispolitik ist die OPEC derzeit weit entfernt“, sagt Eugen Weinberg.

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  • Geringere Kosten, kann auch mehr Gewinn darstellen.
    Privat bei mir, 4000 Liter Tank Heizöl der Tank wird vollgemacht.

  • Aber:

    Die alten Kalkulationen für diese Unternehmen, die darauf basierenden Geschäfte und Prognosen stimmen nicht mehr.

    Damit stimmen auch die Zahlen nicht mehr, die G+V sowie die Bilanzen geraten ins stolpern.

    Also besser: raus. Evtl. später wieder rein, wenn die schlechteren Zahlen auf die Märkte durchschlagen.

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