Öl-Investments
Das geht runter wie Öl

Der Preis für ein Fass Brentöl ist am Dienstag unter 50 US-Dollar je Fass gefallen. Der Terminmarkt signalisiert aber steigende Preise. Mit speziellen Produkten können Anleger auf eine Stabilisierung des Marktes setzen.
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DüsseldorfDer Preis für Rohöl kennt derzeit einen Weg: nach unten. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September dieses Jahres kostete am Dienstagnachmittag weniger als 50 Dollar. Der Preis für US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) lag bei knapp über 45 Dollar.

Damit haben sich die Preise innerhalb eines Jahres mehr als halbiert. Allein im Juli fielen sie um über 15 Prozent. Für Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, sind aus Anlegersicht Rohstoffe wie Öl – neben Asiens Börsen – „die Enttäuschung des Jahres“. Der wichtigste Grund für fallende Preise ist das Überangebot, das aus den Staaten des Ölkartells Opec stammt. An eine Senkung der Fördermengen denken die Opec-Mitglieder jedoch nicht.

Dafür gibt es ein gutes Argument: Am Markt werden steigende Kurse in den kommenden Monaten erwartet. Nach Daten des Finanzdienstleisters Bloomberg rechnen Rohstoff-Experten im vierten Quartal 2015 durchschnittlich mit einem WTI-Preis von 62 Dollar, für Brentöl erwarten sie sogar 67 Dollar pro Fass.

Auch der Handel am Terminmarkt signalisiert anziehende Notierungen. So kostet etwa WTI-Öl zur Auslieferung im Dezember 2015 mit etwa 47 US-Dollar knapp zwei Dollar mehr als bei sofortiger Abnahme. Der April-Future wird noch zwei Dollar höher gehandelt (siehe Grafik).

Viele Privatanleger wollen von der erwarteten Entwicklung profitieren – und wählen dabei oftmals das falsche Anlageprodukt. Sie kaufen Indexzertifikate auf WTI oder Brent und setzten dabei voll auf einen Anstieg des schwarzen Goldes, wie sich am gestrigen Dienstag an der Börse Stuttgart zeigte, wo viele Privatanleger aktiv sind. Unter den fünf am häufigsten gehandelten Indexzertifikaten waren vier Finanzprodukte mit Rohöl als Basiswert.

Doch Öl zählt zu den Rohstoffen, deren Preisermittlung schwierig sein kann. In bestimmten Marktphasen fallen sogenannte „Rollverluste“ an.

Hintergrund zu diesen Rollverlusten: Indexzertifikate basieren auf Warenterminkontrakten, die an den großen Rohstoffbörsen gehandelt werden. Doch die Laufzeit der Kontrakte beträgt anders als bei den meist endlos laufenden Indexzertifikaten nur wenige Monate. Die Anbieter der Derivate müssen daher auslaufende Terminkontrakte immer wieder gegen neue austauschen, die dann später fällig werden.

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Ausweg aus der Rollproblematik

Kommentare zu " Öl-Investments: Das geht runter wie Öl"

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  • @ Herr Carl Andersen
    >> Ntürlich bleibt der Steuersatz beim Benzin/Diesel gleich. >>


    Ich habe nicht von Steuersätzen gesprochen, sondern vom Benzinpreis.

    Beim Ölpreis von 55 € hat bei uns der Sprit 1, 42 € gekostet.

    Beim Ölpreis von 50 € zahle ich mittlerweile 1,50 € an der Tanke.

    Was het diese Entwicklung mit den Steuersätzen zu tun ?

    Hier wird nur gierig gerafft, dem €-Verfall und Väterchen Staat ( Steuern ) sei Dank !

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Airbus darf mit Großauftrag rechnenIran will Hunderte Flugzeuge kaufen

    Jahrelang litt der Iran unter Sanktionen. Nach deren Ende hofft nicht nur die deutsche Wirtschaft auf Aufträge aus dem Land. Freuen können sich schon mal Airbus und Boeing. Denn Teheran kündigt große Pläne an.

  • Jetzt, wo alle den Iran lieben, können wir auf Dauer billiger heitzen und tanken.
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    Besonders Airbus und die Hersteller der dt. Hoch-Technologie freuen sich über die Öffnung des IRAN. Endlich betritt der extrem friedliebende IRAN wieder die Weltbühne.

    Ein Segen für die Region, die sich so sehr
    nach Frieden sehnt.

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