Papiere kommen bei Anlegern nicht gut an
Private Equity-Zertifikate: Renditeschwache Auslaufmodelle

Auch in Private Equity - also die Finanzierung junger und bereits etablierter Unternehmen - lässt sich über Zertifikate investieren.

Ähnlich wie bei Rohstoffen sollte ein breiter Index mit gleich 10 oder 20 Beteiligungsgesellschaften einen Risikopuffer garantieren. Theoretisch. Die Realität sieht anders aus. Obwohl die Branche dank der von SPD-Chef Franz Müntefering angezettelten "Heuschrecken"-Diskussion derzeit die Schlagzeilen beherrscht, bringt sie keine neuen Produkte auf den Markt.

Der Grund: Renditen von 20 bis 30 Prozent, die die Investoren angeblich pro Jahr verdienen, kommen beim Anleger nicht an. So vernichteten seit dem Jahr 2000 aufgelegte Zertifikate auf Beteiligungsgesellschaften durchschnittlich gut elf Prozent des Kapitals - pro Jahr. Zeitweise rutschten Erstzeichner bis zu 80 Prozent in den Keller. Das Problem: Zwar ist bekannt, welche Beteiligungsunternehmen im Zertifikat gebündelt sind. Doch die Berechnung ihres Wertes bleibt dem Anleger verborgen.

Das Schattendasein der verbliebenen Zertifikate am Markt wird spätestens im Jahr 2010 beendet sein. Dann läuft mit dem P3-Zertifikat der Dresdner Bank das letzte Papier aus - und ein weiteres Relikt der New Economy wird vom Markt verschwinden.

Lesen Sie weiter auf Seite 5: Agrarzertifikate - China isst nicht alles

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 22 vom 26.05.2005 Seite 110 ff.

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