Private Equity-Firmen versprechen hohe Renditen
Zertifikatekäufer entdecken Beteiligungsbranche

Beteiligungsgesellschaften für Private Equity rücken wieder ins Blickfeld von Zertifikate-Anlegern. Denn die als „Heuschrecken“ gescholtene Branche verspricht Renditen, die kaum abhängig sind von Börsenzyklen oder den Launen des Anleihenmarktes.

DÜSSELDORF. Daher gelten Anteile an Finanzinvestoren als interessante Beimischung für größere Depots. Weil aber nur wenige Privatanleger direkt mit mehreren Mill. Euro in Private-Equity-Gesellschaften investieren können, wählen viele Zertifikate als Umweg. Die niederländische ABN Amro bietet dazu ein neues Papier.

Schon während der Hausse der New Economy hatten mehrere Emittenten von Anlagezertifikaten Papiere an den Markt gebracht, deren Wert von der Entwicklung von Finanzinvestoren abhing. Diese Zertifikate bezogen sich vor allem auf Aktien von Risikokapitalgesellschaften (Venture-Capital) – sie verbrieften damit die Entwicklung der Geldgeber des Börsenhypes. Für die meisten Anleger waren die Papiere eine herbe Enttäuschung. Ausgegeben auf dem Höhepunkt der Spekulationsblase verloren viele Zertifikate bis zum Jahr 2002 bis zu zwei Drittel an Wert.

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So war es auch mit dem Venture Capital Active Zertifikat der West LB. Es ist das letzte Venture-Capital-Zertifikat, das am Markt noch erhältlich ist. Vom Tiefpunkt bei 27 Euro (Ausgabepreis 100 Euro) hat sich das Papier auf rund 33 Euro erholt. „In den letzten Wochen ist das Zertifikat wieder in den Fokus geraten“, sagt Marc Pawlak, Derivateexperte der Landesbank. Bis zur Fälligkeit im Jahr 2007 wird das Zertifikat weiter handelbar sein.

Einen neuen Anlauf für Private-Equity-Anleger macht die niederländische ABN Amro. Sie bietet seit Sommer ein Zertifikat auf den neuen Private-Equity-Index LPX an, der von Wissenschaftlern der Universität Basel entwickelt wurde. Önder Ciftci, Zertifikateexperte bei ABN Amro, grenzt das neue Papier klar von den früheren Aktienkörben ab: „Private Equity ist ein breiterer Ansatz als das riskante Venture-Capital-Geschäft“, sagt er. Durch die Kompetenz des Indexanbieters sei eine vernünftige Auswahl von Aktien der Branche sichergestellt.

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Allerdings bleibt das Zertifikat aufgrund der Index-Konstruktion ein Umweg zur Finanzbeteiligung. Einzelne Unternehmen im Index sind nur indirekt von dem Markt abhängig, arbeiten beispielsweise als Berater. Deswegen rät Christian Krieg, Produktspezialist der DAB Bank, dazu, statt in Zertifikate direkt in einen Private-Equity-Fonds zu investieren. „Die Fonds legen die Gelder direkt in Private Equity an, damit ist die Beteiligung direkter als über Zertifikate“, sagt Krieg.

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