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"Rollende Zertifikate" mit "Speed"

Der Wettbewerb um "rollende Zertifikate" geht weiter. Nachdem die Deutsche Bank kürzlich „Rollover DoubleChance“-Zertifikate auf Einzelaktien präsentiert hatte, ist nun wieder UBS am Zug: Die Schweizer greifen das Konzept in seinen Grundzügen auf, nehmen dabei jedoch gleich den Euro Stoxx 50 ins Visier. Der neue „Europa Rolling Speeder“, der noch bis zum 16. Oktober zur Zeichnung aufliegt, richtet sich demnach an ein deutlich breiteres Anlegerpublikum.

Ähnlich wie Discount-Zertifikate basiert auch die „Speeder“-Idee auf einem „Cap“, der die Renditechance nach oben begrenzt. Der Unterschied liegt allerdings in der Gegenleistung, die man dafür erhält – während „Discounter“ einen rabattierten Einstieg (und damit einen Risikopuffer) bieten, warten die „Speeder“ mit einer Hebelwirkung auf moderate Erträge auf. Bis zum Höchstbetrag partizipiert man doppelt, doch anders als bei Knockout-Produkten oder Optionsscheinen, wo die Hebel-Chance mit überproportionalen Verlustrisiken einhergeht, fährt man hier im negativen Fall niemals schlechter als mit einem klassischen Index-Investment. Bei der „Rolling“-Struktur sieht das wie folgt aus: Jeden dritten Freitag im Monat legt UBS einen neuen Cap in Höhe von 103 Prozent des dann aktuellen Euro Stoxx 50-Stands fest. Bis zur nächsten Anpassung offeriert das Zertifikat dann eine maximale Rendite von 6 Prozent. Um diesen netten Betrag auch tatsächlich einstreichen zu können, muss der Euro Stoxx 50 freilich nur 3 Prozent zulegen. Gleichzeitig lassen sich so natürlich auch Mini-Bewegungen profitabler gestalten; ein Index-Plus von 0,8 Prozent bringt dem „Rolling Speeder“ logischerweise 1,6 Prozent Zuwachs.

Systematisches Outperformance-System

Erst wenn der Euro Stoxx 50 zwischen zwei Umschichtungsterminen mehr als 6 Prozent zulegt, gerät man gegenüber einem Direktinvestment ins Hintertreffen. Das erscheint zwar nur begrenzt realistisch, ganz ausschließen sollte man diesen Fall dennoch nicht – in den 143 Monaten, die der paneuropäische Super-Index seit einer Einführung Ende 1991 bislang erleben durfte, wurde der „Cap“ immerhin 23 Mal nach oben durchbrochen. Satte 61 Monate brachten dagegen Gewinne zwischen 0 und 6 Prozent, also genau das Szenario, in dem dieser Mechanismus für eine deutliche Outperformance gegenüber dem Index sorgt. Und damit ist der entscheidende Begriff zur Charakterisierung dieses Zertifikats gefallen: Outperformance. Anders als der „Rolling Flex“, der als marktphasenoptimiertes Investment auch in Seitwärtsphasen und bei moderaten Kursrückgängen Erträge bringen kann, lebt der „Rolling Speeder“ nur von Aufwärtsbewegungen. Wenn der Euro Stoxx 50 schwächelt oder trendlos vor sich hin dümpelt, ist mit diesem Ansatz kein Blumentopf zu gewinnen, denn die Hebelwirkung nach oben bezahlt man schließlich damit, dass es keinerlei Puffer nach unten gibt.



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