Schwellenländer
Bric-Zertifikate verschlucken Kursgewinne

Die Kurse an den Schwellenländer-Börsen steigen, die Aktien aus Asien und Lateinamerika holen ihre Kursverluste aus den vergangenen zwei Jahren auf. Doch viele Indexzertifikate auf Brasilien und Russland, Indien und China (Bric) können mit dieser Wertentwicklung nicht mithalten.
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FRANKFURT. Mit Bric-Zertifikaten haben Investoren in den zwölf Monaten zwischen Oktober 2007 und Oktober 2008 durchschnittlich 60 Prozent ihres Kapitals verloren. Jetzt verzeichnen vor allem die Börsen in China und Brasilien wieder hohe Kursgewinne. Ein Plus von rund 70 Prozent lässt die Verluste der Vergangenheit vergessen. Doch die Zertifikate gewinnen nicht gleichermaßen an Wert. Denn viele Aktienkörbe sind nicht renditeorientiert gewichtet.

Die Konzentration der Bric-Produkte auf Aktien aus bestimmten Branchen führt zu großen Differenzen in der Wertentwicklung. "Die Bric-Indizes unterscheiden sich stark voneinander", bestätigt Jochen Fischer von Goldman Sachs. Dabei können nicht nur Branchen unterschiedlich gewichtet sein. "Auch die vier Bric-Länder tragen nicht immer gleichberechtigt zur Wertentwicklung der Indizes bei", sagt der Aktienexperte.

Wichtigstes Kriterium für die Aktienauswahl in Schwellenländer-Indizes ist die Marktkapitalisierung. Die größten Positionen des MSCI-Emerging-Markets-Bric-Index liegen in Rohstoffaktien von Gazprom, Petrobras und Vale do Rio Doce. Der S&P-Bric-40 gewichtet Telekommunikations- und Finanztitel über. China Mobile, die Bank of China und China Life Insurance zählen zu den größten Mitgliedern.

Eine ausgewogenere Mischung verspricht der Dax-Global-Bric-Index von der Deutschen Börse. Er besteht aus 40 Aktien und kombiniert Werte aus dem Rohstoffsektor wie Petrobras und Vale do Rio Doce mit Vertretern der Finanzbranche wie den brasilianischen Banken Bradesco und Itau.

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