Seitwärtstrend
Gezielt auf den Weltmarktführer L‘Oréal setzen

L‘Oréal ist Weltmarktführer im Luxuskosmetik-Segment. Hier sind die Wachstumsaussichten vielversprechend. Trotzdem bewegt sich die Aktie seit einem halben Jahr nur seitwärts. Wie Anleger trotzdem profitieren können.
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Einerseits will der Kosmetikkonzern seine Kundenbasis mit einer Milliarde Neukunden bis zum Jahr 2020 weiter ausbauen, andererseits werden Kunden zunehmend anspruchsvoller. Das betrifft nicht nur die Qualität der Produkte, auch die Ansprüche hinsichtlich einer nachhaltigen Ausrichtung des Konzerns steigen.

Bereits 2011 zeigte sich, wo das Unternehmen zukünftig die Hauptumsätze erzielen wird. Der Großteil der Umsätze kam nicht mehr aus Westeuropa sondern aus den aufstrebenden Märkten u.a. in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Die Geschäfte mit unterschiedlichen Marken im Konzern wie Garnier, Vichy und The Body Shop machen sich bezahlt. Aktuell verhandeln die Franzosen über den Kauf von zwei Marken des japanischen Konkurrenten Shiseido.

Im vergangenen Jahr lag der operative Gewinn des Unternehmens bei 3,7 Mrd. Euro. Gegenüber 2011 bedeutete das einen Zuwachs um 400 Mio. Euro. Der positive Trend setzte sich auch im ersten Halbjahr 2013 fort. Jean-Paul Agon, Vorstandschef von L‘Oréal, sieht für das Gesamtjahr 2013 weiter Steigerungen bei Umsatz und Gewinn sowie eine bessere Entwicklung als der Durchschnitt der Branche. Das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2013 lag bei 2 Mrd. Euro.

Nestlé hält gegenwärtig etwa 30 Prozent der Aktien des Unternehmens, weitere 30 Prozent liegen in den Händen der Familie Bettencourt. Nestlé ist für einen Verkauf offen und müsste seine Anteile zunächst Bettencourt anbieten. Kaufempfehlung Die US-amerikanische Bank Goldman Sachs hat die Kaufempfehlung für den Kosmetikkonzern nochmals bekräftigt, indem das Unternehmen in die Conviction Buy List aufgenommen wurde.

Die Analystin Rosie Edwards sieht bei L‘Oréal eine Kombination verschiedener positiver Faktoren. Dazu zählen für sie die starke Wachstumsorientierung des Unternehmens und die dominante Marktposition, die dazu führen, dass L‘Oréal besser aufgestellt ist als die Konkurrenz.

Edwards hat als Kursziel für die Aktie 166,30 Euro errechnet. Ein Bonus-Zertifikat der Schweizer UBS auf L‘Oréal (WKN: UA7GGK) ist mit einer Laufzeit bis 19. Dezember 2014 ausgestattet. Wenn die Aktie während der Laufzeit nie die Barriere von 90 Euro berührt, erhalten Investoren den Bonusbetrag, der bei 175 Euro und damit über dem Kursziel von Goldman Sachs liegt. In den vergangenen anderthalb Jahren notierte das Wertpapier stets oberhalb dieser Barriere. An möglichen Kursgewinnen über 175 Euro hinaus partizipieren die Zertifikate-Anleger allerdings nicht mehr. Der für die Verletzung der Barriere ausschlaggebende Handelsplatz der Aktie ist die Pariser Börse. Sollte die Barriere berührt oder unterschritten werden, erhalten die Zertifikate-Investoren den Gegenwert der L´Oréal-Aktie am 19. Dezember 2014, maximal jedoch 175 Euro.

Der Nachteil des Produktes: Es hat ein Aufgeld von mehr als 20 Prozent. Sollte die Schwelle gerissen werden, verlieren die Anleger diese zwanzig Prozent zusätzlich zu den Kursrückgängen.

Bonuzertifikate mit geringerem Aufgeld und damit entsprechend mit weniger Risiko bieten im Gegenzug natürlich eine geringere Bonusrendite. Die liegt beispielsweise bei einem Zertifikat der Commerzbank (WKN: CZ9NDB) bei rund zehn Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass die Schwelle bei 100 Euro während der gesamten Laufzeit bis Ende 2014 niemals berührt oder gerissen wird. Das Zertifikat ist kaum teurer als die Aktie selbst, so dass bei einem Bruch der Schwelle die Anleger nicht schlechter gestellt sind. Verzichten müssen Käufer von Bonuszertifikaten allerdings auf die Dividende. Die behalten die Emittenten ein, um diese Bonusstruktur zu finanzieren.

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