Short-Zertifikate
An der Börse Hongkong wächst das Risiko

Bis zu 50 Prozent in nicht einmal drei Monaten machte das Kursbarometer der Börse Hongkong gut. Einen so steilen Anstieg im Hang-Seng-Index gab es seit 2003 nicht mehr. Damals war das der Beginn der Hausse. Ist die jetzt das Ende? Zumindest eine scharfe Korrektur wird immer wahrscheinlicher.

Im Hang Seng stecken die 40 wichtigsten Aktien der Börse Hongkong. Doch wer glaubt, er hätte über den Index ein breites Portfolio, der irrt. Etwa die Hälfte des Indexgewichts fällt auf nur drei Aktien: China Mobile sowie die Finanzwerte China Construction Bank und HSBC. Am stabilsten sieht China Mobile aus. Hier stieg die Zahl der Kunden im Laufe dieses Jahres bisher um 55 Millionen auf 356 Millionen.

Das Wachstum stimmt, doch die Aktie ist gefährdet: Der Jahresumsatz von umgerechnet 43 Milliarden Dollar wird fast mit dem Zehnfachen bewertet. In Krisenzeiten ist das ein erhebliches Risiko. Gleiches gilt für die China Construction Bank, die mit einem Börsenwert von umgerechnet 145 Milliarden Euro eine der teuersten Finanzaktien der Welt ist – und die gerade vor einer Zunahme fauler Kredite auch in China warnt.

Eine weitere Unsicherheit kommt hinzu: Die großen Börsengänge dieses Jahres zeigen, dass der Finanzplatz Hongkong gegenüber den Börsen in Shanghai und Shenzhen an Bedeutung verliert. Das könnte vor allem internationale Investoren bremsen. Wer skeptisch ist für die Entwicklung in Hongkong, kann mit Short-Zertifikaten auf Baisse spekulieren. Zertifikate mit einer Totalverlustschwelle bei 35 000 Punkten bieten einen dreifachen Hebel.

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