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So setzen Anleger den Hebel an

Sie heißen Waves (Deutsche Bank), Listed Stock Futures (BNP Paribas) oder einfach Turbo- und Short-Zertifikate (ABN Amro). Dahinter stecken verschiedene Kreationen eines mehr oder weniger identischen Anlageproduktes.

Die Gemeinsamkeit liegt darin, dass der Anleger mit vergleichsweise geringem Einsatz überdurchschnittlich an der Kursentwicklung der jeweiligen Bezugsgröße, etwa ein Index, teilnehmen kann – der so genannte Hebeleffekt.

Darin liegt die Chance, aber auch das Risiko dieser Papiere. Laufen die Kurse nämlich in die falsche Richtung, ist der Einsatz sehr schnell verloren. Von der Struktur her ähneln diese Produkte Futures-Geschäften, wie sie an den Terminbörsen gehandelt werden.

Anders als dort kann der Anleger aber bei den Hebelprodukten nicht mehr als 100 % seines Einsatzes verlieren. Dafür sorgen so genannte Stop-Loss-Marken, bei denen die Position automatisch aufgelöst wird. Je nach Produkt erhalten Investoren dann einen geringen Restwert oder müssen den Totalverlust hinnehmen. Der Preis der Zertifikate setzt sich aus dem inneren (rechnerischen) Wert und einem Aufgeld zusammen, das allerdings geringer als bei einem Optionsschein ausfällt.

Bei der neuen Produktgeneration werden statt eines Aufgeldes Zinskosten erhoben. Auch die Volatilität der Basisgröße spielt für den Preis von Hebel-Zertifikaten kaum eine Rolle. Das macht die Bewertung verständlicher.

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