Sommerflaute im August
Handelsumsätze in Stuttgart brechen ein

Die Börse Stuttgart hat im August gegenüber dem Vormonat einen Rückgang der Handelsumsätze in Höhe von mehr als 27 Prozent auf rund neun Milliarden Euro verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Umsätze sogar um mehr als 46 Prozent.

HB STUTTGART. Beim Handel mit Aktien büßte der Börsenplatz Stuttgart im Vergleich zum Vorjahresmonat rund 60 Prozent ein. Auch der Umsatz mit verbrieften Derivaten am Handelssegment Euwax der Börse Stuttgart ist um rund 59 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro deutlich zurückgegangen. Das geht aus der aktuellen Monatsstatistik der Börse Stuttgart hervor.

Vor allem die wieder aufkommende Diskussion um mögliche Folgen der Finanzkrise und die traditionelle Sommerflaute habe zu einer Zurückhaltung der Investoren geführt.

Zudem benachteiligt die anstehende Abgeltungsteuer derzeit Zertifikateanleger: So gilt ab 2009 für alle Kapitalgewinne die einheitliche Besteuerung mit einem Steuersatz von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Was nach einer gerechten Sache klingt, gilt vor allem für Langzeitsparer, Aktienbesitzer und Zertifikatekäufer als großes Ärgernis. Denn bislang waren unter anderem Aktien und die meisten Zertifikate völlig steuerfrei, wenn man sie länger als ein Jahr im Depot behielt.

Wer aber noch vor 2009 ein Anlageprodukt kauft, profitiert von einem umfassenden Bestandsschutz. Nur bei Zertifikaten wurde dieser Bestandsschutz deutlich reduziert. Lediglich Zertifikate die bis zum 30. Juni 2008 gekauft wurden und mindestens ein Jahr gehalten werden, können noch nach dem alten Steuerrecht gehandelt und steuerfrei veräußert werden.

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