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Sprudelnde Gewinne beim „Blauen Gold“

Wasser ist ein knappes Gut, lediglich drei Prozent des Welt-Wassers entfallen auf wertvolles Süßwasser, wobei der Großteil davon in den Polarkappen gebunden ist.

So vermuten Experten, dass weniger als ein Prozent tatsächlich zur Verfügung steht. Da dieser kleine Rest auch noch zu großen Teilen bereits verschmutzt ist, steht der Menschheit nur eine sehr begrenzte Portion zur Verfügung, bei konstant steigendem Bedarf. ABN Amro bringt nun das "Wasser Open End“-Zertifikat an den Kapitalmarkt.

Grundlage ist ein von den Niederländern entwickelter Index, der jetzt in Zusammenarbeit mit Standard & Poor´s berechnet wird, der „S&P Custom/ABN Amro Total Return Water“-Index. Zu Beginn besteht das Marktbarometer aus zehn internationalen Werten, mit einem gleichgewichteten Anteil von je zehn Prozent. Die Aufnahmekriterien sind dabei sehr streng: So muss die Gesellschaft mindestens eine Marktkapitalisierung von 500 Millionen US-Dollar aufweisen und einen Großteil ihrer Erträge aus Geschäften rund um das Thema Wasser generieren. Zudem müssen 65 Prozent aller Analysten, die die Einzelwerte regelmäßig untersuchen, ein positives oder zumindest neutrales Urteil abgeben. Aktuell hält Standard & Poor´s eine „Ersatzliste“ mit 20 Gesellschaften bereit, die nachrücken können, wenn die zu Beginn im Index enthaltenen Werte die Kriterien nicht mehr erfüllen. Ein Austausch kann zu jedem Börsentag stattfinden. Die Gleichgewichtung der Einzeltitel wird einmal jährlich, Anfang September, durchgeführt. So kann keine Klumpenbildung entstehen.

Chart Wasser Index von ABN Amro

Die beiden bekanntesten Einzelwerte im Index sind die französische Suez und die spanische Aguas de Barcelona, die wir ebenfalls schon im ZertifikateJournal 15/2005 als typische „Wasser-Aktien“ nannten. Aus Europa ist zudem die französische Veolia Environment, die Schweizer Geberit und die beiden Briten Kelda Group und Severn Trend mit dabei. Hinzu kommen zwei hierzulande nur Experten bekannte Japaner, ein Brasilianer und zwei Amerikaner. Diese breite Mischung über alle Kontinente sorgt für eine ausreichende Abdeckung der verfügbaren Aktien mit einer engen Affinität zum „blauen Gold“. Die deutsche RWE schaffte den Sprung in die „Top Ten“ nicht, weil sie den größten Teil ihrer Erträge mit der Energieversorgung erzielt.

Insgesamt halten wir das Produkt für gut konzipiert und weitestgehend ausgereift. Es verfügt auch über eine akzeptable Kostenstruktur mit einer jährlichen Managementgebühr von einem Prozent und einem Ausgabeaufschlag von ebenfalls einem Prozent. Wer am „Wasser-Trend“ profitieren will, nimmt das Zertifikat als Basisinvestment ins Depot. Wie bei allen Endlos-Zertifikaten ist jedoch ein gestaffelter Einstieg über mehrere Monate oder gar Jahre sinnvoll, zumal der Trend nur langfristig seine volle Blüte entwickeln wird, da die Knappheit des Wassers bislang noch nicht in den Köpfen aller Marktteilnehmer angekommen ist.

Mehr über Zertifikate erfahren Sie Woche für Woche im ZertifikateJournal, dem kostenlosen Anlegerbrief von Deutschlands führenden Zertifikate-Experten Christian W. Röhl und Werner H. Heussinger. Auf »www.zertifikatejournal.de können Sie sich in den Gratis-Verteiler eintragen!

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