Suez-Aktie
Klassischer Fall für die Charttechnik

GDF Suez hat großes Kurspotenzial – so jedenfalls sehen es die Charttechniker. Die Talfahrt der vergangen sechs Monate sei beendet. Was Sie beim Einstieg in den französischen Gas- und Stromkonzern beachten sollten.
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DüsseldorfAnhand der Aktie des französischen Gas- und Stromkonzerns GDF Suez lassen sich Grundlagen der Charttechnik erklären. „Zwei Voraussetzungen müssen aus technischer Sicht für eine nachhaltige Wende zum Besseren erfüllt sein“, erläutert der technische Analyst Jörg Scherer.

Zum einen der Bruch eines übergeordneten Abwärtstrends und zum zweiten die Ausbildung einer unteren Umkehrformation. „Hinter beiden Forderungen können Anleger mittlerweile bei der GDF Suez-Aktie einen Haken setzen“, meint Scherer.

So gelang dem Versorger jüngst nicht nur der Sprung über den seit Sommer 2008 bestehenden Baissetrend, der aktuell bei 18,54 Euro liegt, sondern auch der Abschluss einer inversen Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Dabei handelt es sich um eine charttechnische Trendumkehrformation, die steigende Kurse nach einem Abwärtstrend ankündigt.

Sie besteht aus einem ersten Tief (linke Schulter), einem zweiten Tief (Kopf) und einem dritten Tiefpunkt (rechte Schulter), welcher etwa die Höhe des ersten Tiefs haben sollte. Überwindet der Chart dann die sogenannte Nackenlinie, ist aus Sicht der Charttechnik der Weg für höhere Kurse frei. Das Risiko eines Fehlausbruchs auf der Oberseite wird dabei durch die bestehenden Kaufsignale einiger technischer Trendfolger minimiert.

Rein rechnerisch lässt sich aus der angeführten unteren Umkehr ein kalkulatorisches Kursziel von rund 25 Euro ableiten, meint der Analyst der Düsseldorfer Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt. Ein wichtiges Etappenziel auf dem Weg in diese Kursregion stelle der Widerstandsbereich aus den Tiefs der Jahre 2008, 2009 und 2010 dar: Diese Marke liegt zwischen 22 Euro und 22,71 Euro.

Neben dem Direktinvestment in die Aktie können konservativ eingestellte Anleger auch mit einem Bonuszertifikat in die Suez-Aktie einsteigen. Der Clou an der Sache: Ein Bonusprodukt der Commerzbank (WKN CB6B4T) hat eine Schwelle von 14 Euro, die knapp unter dem bisherigen Allzeittief liegt.

Falls die untere Schwelle des Bonuszertifikates während der gesamten Laufzeit nie gerissen wird, entstehen keine Verluste und der Anleger erzielt mindestens eine Bonusrendite. Die liegt zwar nur bei etwas mehr als drei Prozent. Im Gegenzug profitieren Anleger von Kurssteigerungen genauso wie beim Kauf der Aktie. Das Zertifikat hat eine Laufzeit bis Ende des Jahres.

Spekulativ eingestellte Investoren können auch mit einen Faktorzertifikat investieren. Das entsprechende Produkt der Commerzbank (WKN CZ6VJT) hebelt Gewinne und Verluste mit einem vierfachen Hebel.

Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung

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