Symrise
Wohlriechende Depotbereicherung

Weihnachten naht – da ist für Anleger der Duftstoffe produzierende Chemiekonzern Symrise eine wohlriechende Depotbereicherung. Wie Anleger bereits bei einer Seitwärtsbewegung profitieren.
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MünchenIn den Medien wurde der Name des Unternehmens kürzlich im Streit zwischen der Stiftung Warentest und dem Schokoladehersteller Ritter einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Es ging um die strittige Frage ging, ob Ritter in seiner Nuss-Schokolade von Symrise gelieferte künstliche Geschmacksstoffe oder natürliche verwendet hatte. Symrise-Chef Bertram verwies darauf, dass nicht - wie von der Stiftung Warentest behauptet - der künstliche Aroma-Stoff Piperonal mit Vanille- und Mandelgeruch geliefert wurde, sondern natürliches Piperonal.

Er forderte die Verbraucherschützer auf, den Test zu wiederholen und sich bei dem Schokoladehersteller zu entschuldigen. Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG hat mittlerweile eine einstweilige Verfügung gegen die Stiftung Warentest erwirkt, am Freitag wird verhandelt. Die Aktie des im MDAX gelisteten Unternehmens aus Holzminden haben die Vorkommnisse nur sehr kurz in Turbulenzen gebracht. Noch am selben Tag nach Bekanntgabe des Testergebnisses der Stiftung Warentest hat sich der Aktienkurs wieder erholt.

In einer aktuellen Studie der US-Bank Morgan Stanley wird Symrise auf „übergewichten“ gesetzt. Durch die Underperformance im Jahresverlauf sieht der Analyst Erik Sjogren Nachholpotential und das Kursziel der Aktie bei 37 Euro. Für 2014 erwartet der Experte ein organisches Wachstum in Höhe von sieben Prozent und eine höhere Nachfrage aus den Schwellenländern.

Darüber hinaus könnte der Konzern nach Sjogren im kommenden Jahr durch Ausschüttungen oder Übernahmen attraktiver werden. Die Zahlen für die ersten neun Monate des aktuellen Jahres haben den Börsianern jedenfalls gut geschmeckt. In den ersten drei Quartalen 2013 lag der Umsatz bei 1.402 Millionen Euro. Währungsbereinigt war das ein Zuwachs von zehn Prozent. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 290,2 Millionen Euro. Mit einer EBITDA-Marge von mehr als 20 Prozent gilt das Unternehmen als eines der profitabelsten Unternehmen der Branche.

Ein Discount-Zertifikat der DZ Bank (ISIN: DE000DZG2CX2) auf Symrise ist mit einer Laufzeit bis zum 19. Dezember 2014 ausgestattet. Die vorgesehene Kursobergrenze des Zertifikats liegt bei 32 Euro und damit leicht unter dem aktuellen Aktienkurs. Bis zu diesem Cap partizipieren die Anleger von der Kurssteigerung der Aktie. Das Zertifikat kann aktuell zu 29,28 Euro gekauft werden, die Symrise-Aktie kostet 32,65 Euro. Der maximale Ertrag zum Laufzeitende pro Zertifikat liegt also bei 2,72 Euro oder gut neun Prozent. Kostet die Symrise- Aktie zum Laufzeitende weniger als 32 Euro, erhalten Anleger den Gegenwert der Aktie ausgezahlt.

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