TABB Group
Europäer werden mehr US-Optionen einsetzen

Laut einer Studie werden Europäer den Einsatz von US-Optionen erhöhen. Auf lange Sicht werde eine größere Nachfrage von Vermögensverwaltern und Portfoliomanager vermögender Privatkunden das Handelsvolumen stärken.
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FrankfurtInstitutionelle Investoren aus Europa werden ihre Aktivitäten auf dem US-Optionsmarkt einer Studie zufolge verstärken. „Aggressivere Handelsstrategien vonseiten der Hedgefonds werden das Wachstum der europäischen Aktivität kurzfristig antreiben“, sagte Studienautor Andy Nybo vom Analysehaus TABB Group, als er die Ergebnisse am Dienstagabend (Ortszeit) in Chicago vorstellte. Auf lange Sicht werde eine stärkere Nachfrage von Vermögensverwaltern und den Portfoliomanagern vermögender Privatkunden das Handelsvolumen vergrößern.

Als weiteren Wachstumstreiber hat die TABB Group die weltweiten Bemühungen um transparentere Finanzmärkte ausgemacht. Dies lenke das Interesse der Investoren auf zentral abgewickelte, börsengehandelte Produkte, wobei Optionen mit US-Listings weit oben auf ihren Favoritenlisten stünden.

Für die Studie hat die TABB Group im Juni und Juli 2011 europäische Investoren wie Hedgefonds, Vermögensverwalter, Pensionskassen und Banken befragt. Zu jener Zeit belief sich das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen mit Optionen an US-Börsen auf rund 17 Millionen Kontrakte. Etwa zehn Prozent davon entfielen der Studie zufolge auf europäische Investoren. Daran hatten Hedgefonds mit fast 58 Prozent den größten Anteil.

Trotz der guten Aussichten hat die Studie einige Stolpersteine ausgemacht, welche das Wachstum hemmen könnten. Die größte Herausforderung sei, dass die Investoren zu wenig über die Struktur des US-Optionsmarktes und Handelsmöglichkeiten wüssten. Daher sei es wichtig, dass die Branche Investoren über diese Dinge aufkläre - auch wenn sich das nicht sofort, sondern erst langfristig auszahlen werde.

Bislang handeln die Europäer in den USA vor allem Optionen auf einzelne Aktien und Aktienindizes. Der TABB Group zufolge könnte sich das bald ändern. Denn die Investoren loteten bereits aus, wie sie beispielsweise auch Optionen auf börsennotierte Indexfonds (ETFs) und Volatilitätsindizes nutzen könnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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