„Top Select“-Zertifikat
Gewinne durch volatile Aktien

Dass sich aus dem Komplex „Volatilität“ auch Konzepte ableiten lassen, die selbst in der „Saure-Gurken-Zeit“ Erfolg versprechen, beweist derweil Sal. Oppenheim.

Den frisch gebackenen „Zertifikate Awards“-Siegern in der Kategorie „Discount-Zertifikate“ ist die Systematisierung einer Strategie gelungen – die Rede ist von den so genannten „Vola-Plays“: So schwach die Volatilität des Dax oder des Euro Stoxx 50 auch sein mag, im Einzelaktien-Bereich lassen sich immer Sondersituationen finden, wo eine hohe Schwankungsintensität für attraktive Preisabschläge sorgt. Diese „Vola-Stars“ fasst Sal. Oppenheim nun in einem weiteren Basket der „Top Select“-Familie zusammen, wobei die Grundgesamtheit für die Auswahl aus sämtlichen 30 Dax-Titeln besteht.

Die Selektion geht zwar höchst transparent vonstatten, ist im Detail freilich recht anspruchsvoll. Natürlich, man könnte sich die Sache sehr einfach machen und z.B. einfach in regelmäßigen Abständen alle Aktien nach der in „at-the-money“-Discount-Zertifikate (Cap ungefähr gleich aktuellem Kurs) mit dreimonatiger Restlaufzeit eingepreisten Volatilität sortieren und die fünf „besten“ ins Körbchen packen. Das jedoch wäre eine ziemlich riskante Angelegenheit, denn die Volatilität wurde schließlich nicht erfunden, um schöne Discount-Zertifikate zu kreieren, sie ist ein Risikomaß – je höher die Volatilität, umso stärker die erwarteten Schwankungen in beide Richtungen und umso unsicherer die Ertragsperspektive. Krassestes Beispiel aus dem aktuellen Vola-Ranking: Das vor der Zerschlagung stehende Öl-Unternehmen Yukos glänzt zwar mit über 90 Prozent impliziter Volatilität, dafür aber auch mit mindestens 50 Prozent kurzfristiger Pleite-Wahrscheinlichkeit.

Beim „Vola-Play“ kann es folglich nur darum gehen, aus der Masse des Gesamtmarkts diejenigen Aktien herauszufiltern, die a) fundamental auf halbwegs sicheren Füßen stehen und bei denen b) das tatsächliche Investmentrisiko geringer ist als die momentane Volatilität impliziert. Auf diesem Zwei-Stufen-Modell basiert auch das „Top Select Deutschland Vola-Stars“: Zunächst sortiert Sal. Oppenheim sämtliche Dax-Werte aus, die im Durchschnitt der beim Info-Dienst Bloomberg registrierten Analysten-Ratings nicht mindestens die Note „neutral“ erhalten. Über das, was die Research-Abteilungen der Banken so absondern, kann man nach den Erfahrungen mit Enron, Worldcom oder EM.TV zwar trefflich streiten; als Indikator für eine gewisse fundamentale Basisqualität sollte das Analysten-Panel allerdings ausreichen.

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