Umsätze ziehen an: Kursturbulenzen locken Anleger an

Umsätze ziehen an
Kursturbulenzen locken Anleger an

Die Berg- und Talfahrt an den Aktienmärkten hat das Geschäft an den deutschen Derivatebörsen im August angetrieben. Vor allem Bonuszertifikate und Knock-Out-Papiere waren bei den Anlegern gefragt. Statt auf Einzelwerte setzten die Investoren vor allem auf Indexanlagen.
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HB FRANKFURT. Der deutsche Börsenhandel mit Derivaten hat seine Sommerflaute im August überwunden. Das Handelsvolumen an den Derivatebörsen Scoach und Euwax belief sich im vergangenen Monat auf 4,41 Milliarden Euro - das war ein Zuwachs um 11,4 Prozent gegenüber dem Juli-Wert, wie eine am Montag veröffentlichte Statistik des Deutschen Derivate Verbandes (DDV) zeigt. Im Juni und Juli war der Handel infolge der Urlaubszeit stark zurückgegangen.

"Die Berg- und Talfahrt an den Aktienmärkten hat im August zu einem deutlichen Anstieg der Börsenumsätze von Anlagezertifikaten und Hebelprodukten geführt", begründete der DDV die jüngste Entwicklung. Ende Juni hatte der Dax-Volatilitätsindex bei 21 Prozent notiert, Mitte August waren es knapp 26 Prozent.

Unter den Anlageprodukten wurden vor allem Bonuszertifikate deutlich stärker gehandelt als zuletzt. Erhöhte Kursschwankungen kommen dieser Struktur wegen der Optionskomponenten besonders zugute. Aber auch Index- und Expresspapiere sowie Discounter wurden stärker gehandelt als im Vormonat. Dagegen ließ das Interesse der Anleger an Garantiezertifikaten und verzinslichen strukturierten Anleihen nach. Experten werteten dies als Zeichen dafür, dass die Anleger wieder risikobereiter geworden sind.

Bei den Hebelprodukten waren klassische Optionsscheine weniger gefragt als im Juli. Knock-Out-Produkte wurden dagegen stärker gehandelt. Experten begründeten das damit, dass die gestiegene Volatilität sich auf Knock-Out-Produkte kaum auswirke. Das mache die Erträge berechenbarer.

Als Basiswerte waren über alle Produktkategorien hinweg Aktienindizes stärker gefragt als im Juli. Einzelaktien sanken dagegen in der Gunst der Investoren. Marktteilnehmer führten das auf die gestiegene Volatilität im Gesamtmarkt zurück. Diese habe die Suche nach attraktiven Einzelwerten unnötiger gemacht. Zudem handelten die Anleger verstärkt Rohstoffpapiere - nach Einschätzung von Experten eine Folge günstiger Konjunktursignale.

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